Fingerabdrücke im Ausweis sollen Sicherheit erhöhen

Der neue biometrische Reisepass (ePass) enthält bereits ein Digitalfoto und demnächst auch die digitalisierten Fingerabdrücke der Person. Diese Daten werden bei der Personenkontrolle per Funk (RFID) ausgelesen. Datenschützer und Sicherheitsexperten warnen vor den Risiken dieser Technologie, deren Massentauglichkeit bisher noch nicht wirklich erwiesen ist. Missbrauch und Manipulation der persönlichen Daten können jedenfalls nicht ausgeschlossen werden. Siehe Infoseiten beim CCC und Chaosradio.

Diese Technologie soll nun auch EU-weit für Personalausweise eingeführt werden. Vorreiter ist wieder einmal die Bundesrepublik. Bei Reisepässen kann man noch sagen, dass der ePass nur für Reisen ausserhalb der EU nötig und damit nicht zwingend für jede Person erforderlich ist. Beim Personalausweis wird es jedoch einen Zwang für alle Bürger geben, sich erkennungsdienstlich erfassen zu lassen.

Die Risiken dieser neuen Technologie sind heute bereits absehbar. Fingerabdrücke werden zu einem kostbaren Gut, auf das man besonders achten sollte. Identitätsdiebstahl und das absichtliche Hinterlassen "gestohlener" Fingerabdrücke wird uns in Zukunft beschäftigen. Die Beweislast wird sich vielleicht umkehren, wenn die Fingerabdrücke zusätzlich zentral gespeichert und bei Straftaten automatisch mit am Tatort gefundenen Fingerabdrücken verglichen werden. Man wird dann z.B. plötzlich erklären müssen, warum die eigenen Fingerabdrücke am Tatort gefunden wurden – obwohl man nur ganz normal am Geldautomaten, der 5 Minuten später aufgebrochen wurde, Geld abgehoben hat.

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