Anlässlich des derzeitigen Telekom-Skandals gab es einen ordentlichen Kommentar bei Computerwoche.de. Es scheinen nun immer mehr Medien aufzuwachen und zu verstehen, dass die maßlose personenbezogene Datenspeicherung von der privaten Wirtschaft und vom Staat gestoppt werden muss. Während so ein Skandal in der Privatwirtschaft meist lokalen Charakter hat und eher Einzelne betrifft, würde eine schwere Datenpanne im staatlichen Bereich vornehmlich uns alle betreffen. Daher sind auch Forderungen nach vom Staat betriebenen zentralen Datenbanken, in denen die Privatwirtschaft ihre Daten zu speichern hat, völlig abwegig und würden das Problem nur verschieben und sogar verschlimmern. Ich denke, dass man dem Staat mit seinem aktuellen Überwachungswahn und nach Erfahrungen aus der Vergangenheit weniger vertrauen kann als der Mehrzahl der Unternehmen. An dieser Stelle sei nochmals auf den zentralen Grundsatz der Datensparsamkeit verwiesen. Wenn keine Daten erhoben und gespeichert werden, können diese auch später nicht (gegen jeden von uns) verwendet werden. Begehrlichkeiten bleiben aus.
Der Datenschutz scheint jedenfalls derzeit nicht mehr nur ein Anliegen von Spinnern und Freaks zu sein (wie mir). Solange die Gefahren aber nicht vom Bürger verstanden werden, muss weiter aufgeklärt werden. Der ein oder andere Skandal kommt da gerade recht. Oder meint ihr immer noch, dass wer nichts zu verbergen auch nichts zu befürchten hat ?

