ELENA

Der Staat hat zum 01.01.2010 den nächsten Angriff auf die Privatsphäre und Freiheit der Bürger eingeläutet. Denn per ELENA, dem elektronischen Einkommensnachweis, müssen von nun an alle Arbeitgeber Daten der Arbeitnehmer elektronisch an eine zentrale Speicherstelle übermitteln. Diese zentrale Datenbank speichert nicht nur die Daten, die bisher per Papier jährlich als Lohnsteuerbescheinigung an den Arbeitnehmer gingen, sondern darüber hinaus noch viele Daten, die weit über den eigentlichen Sinn eines Einkommensnachweises gehen. So werden Fehlzeiten erfasst und auch Abmahnungen. Der gläserne Bürger ist wieder ein Stück weit Realität geworden. Und der Staat spielt wie bei der Vorratsdatenspeicherung unserer Telekommunikationsdaten den Vorreiter.

Die Piratenpartei hat die Webseite Stoppt ELENA! ins Netz gestellt mit umfassenden Infos und Kritikpunkten.

Das Monitor-Magazin hat Anfang Januar kritisch über ELENA berichtet, siehe Video unten. Fraglich ist, warum die Medien erst jetzt – direkt nach der Einführung – auf das Thema aufmerksam werden. Ist doch ELENA schon lange in der Planung, und der 01.01.2010 stand schon lange als Starttermin fest. Heise berichtete jedenfalls schon 2008 darüber, auch über Kritiken und den Beschluss zur Einführung.

Vor dem Anschauen des Videos sei noch kurz auf zwei anstehende Petitionen gegen die Einführung von ELENA hingewiesen. Mitzeichnen !

Quelle Video: WDR, auf Youtube