Betriebsrente: Faule Versprechungen für Arbeitnehmer

Die Sendung Monitor berichtete am 13.12.2012 über das Thema betriebliche Altersvorsorge unter dem Titel „Betriebsrente: Faule Versprechungen für Arbeitnehmer„.

Wie ich schon gestern in meinem Beitrag „Betriebliche Altersvorsorge – Wieder Lobbyarbeit mit falschen Angaben“ erwähnte, rechnet sich die betriebliche Altersvorsorge nach heutigem Stand nur selten für Arbeitnehmer, sondern eigentlich nur für Besserverdiener am Grenzsteuersatz und für privat Versicherte. Stattdessen haben andere die Vorteile:

  • Subventionen für Betriebe durch geringere Sozialabgaben des Arbeitgebers.
  • Subventionen für Versicherungskonzerne durch falsche Versprechungen beim Abschluss der Verträge und staatliche Werbung für unrentable Anlagen.
  • Der „Betriebsrentner“ zahlt am Ende in der Auszahlphase neben Steuern die vollen Sozialabgaben (auch den Arbeitgeberanteil!) auf die komplette Auszahlung.

Die Monitor Sendung hier zum Anschauen:

Quelle Video: WDR / ARD , auf YouTube.

3 Gedanken zu „Betriebsrente: Faule Versprechungen für Arbeitnehmer

  1. Frank

    Auch ich werde in den nächsten 10 Jahren von dieser gesetzeswidrigen Regelung betroffen sein.

    Hätte ich bei Abschluß der Direktversicherung 1986 bereits davon gewußt, hätte ich diese nie abgeschlossen!
    Dies kommt ja quasi einer Geldvernichtung gleich.

    Ich werde versuchen, dies über die FDP einfließen zu lassen.

    Gruß

    Frank

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  2. Frank Müller

    Ich werde auf jeden Fall meine beiden Direktversicherungen zum frühestmöglichsten Zeitpunkt kündigen, d. h. mit 60 auszahlen lassen.
    Wenn ich dann angenommen bis 65 arbeite, spare ich mir somit die halbe Zahlung an die BKK, da ich bereits Beiträge bis zur Bemessungsgrenze zahle.

    Macht es es Sinn, die restlichen fünf Jahre die Direktversicherung ruhen zu lassen und keine Beiträge mehr zu zahlen?

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    1. Ralf Beitragsautor

      Nun ja, dann muss man aber hoffen, zwischen 60 und 65 immer noch oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zu verdienen. Und dass diese Grenze ähnlich wie heute ist bzw. überhaupt noch existiert. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir das Gesundheitssystem in den nächsten 10-20 Jahren so umbauen werden, dass diese Grenze verschwindet (Bürgerversicherung, Finanzierung über Steuern, etc.). Man sollte sich also auf nichts verlassen.

      Zur Beitragsfreistellung: Das kann man pauschal nicht beantworten. Aber wenn man bis fünf Jahre vor Ende eingezahlt hat, wäre es der Rendite wegen schon besser, dann noch fünf Jahre einzuzahlen. Es sei denn, das Geld kann man irgendwo besser anlegen. Das alles kommt auf viele Faktoren an. Aber beitragsfrei zu stellen ist immer noch besser als zu kündigen.

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