Direktversicherung: Minusgeschäft für viele Rentner

Gestern hat die ARD in der Sendung Plusminus unter dem Titel „Minusgeschäft für viele Rentner“ über die Abzocke und Ungerechtigkeit bei der Auszahlung von Direktversicherungen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge berichtet.

Symptomatisch ist wieder einmal die Zurückhaltung bei der herrschenden Politik. Den Bürgern in die Tasche zu greifen, ist jederzeit möglich. Aber wenn eine Fehlentwicklung korrigiert werden soll, dann wird auf die dann „fehlenden Beiträge“ hingewiesen. Was für eine Farce!

Übrigens war die Piratenpartei die einzige Partei, die bei der letzten Bundestagswahl die Abschaffung bzw. Rückgängigmachung des entsprechenden Gesetzes gefordert hat. Leider wurde das nicht honoriert, sollte aber die Betroffenen nochmals daran erinnern, dass auch eine politische Lösung möglich wäre, wenn man die Politik insgesamt in Deutschland ändern würde. Dazu wären aber mehr Unterstützung für einen anderen Politikstil, eine durchgreifende Reform unserer Demokratie und mehr aktives Einbringen in die Politik angebracht. Die Bürger dürfen sich also im Prinzip über die regierenden Politiker bzw. Parteien nicht wundern, denn es sind genau die, die man seit Jahren unverändert dort oben hingewählt hat. Wacht also endlich auf – aber nicht nur, wenn es um das eigene Portemonnaie geht.

Quelle Video: ARD
Download als MP4-Video

11 Gedanken zu „Direktversicherung: Minusgeschäft für viele Rentner

  1. Horst Wittmann

    Für meine Kapital Zahlung meiner Direkt Versicherung hat meine Krankenkasse bis 01.05.2014
    für 5 Jahre schon Knapp 10.000,00 Euro kassiert.Meine Hoffung schwindet von Tag zu Tag das
    ich mein Geld zurück bekomme,wenn nicht schnellsten eine Gesetzes Reform kommt.
    Diese Abzocke macht krank.Unsere Politiker mit Ihren hohen Einkommen sind nicht fähig diese Missstände zu ändern.Meine Ehefrau ist leider auch betroffen.Ca 30.000,00Euro werden uns regelrecht geklaut.
    Ich habe 51 Jahre ohne Arbeitslos zu sein,meine Alters-Vorsorge einen deftigen Rückschlag erhalten.
    Mein Wunsch ist es,das der Beitrag von Plus Minus am 15.01.2014 um 21.45 Uhr Wirkung zeigt.
    Wäre bereit, gemeinsam gegen diese Ungerechtigkeit vor zu gehen.

    Antworten
  2. niekisch

    Auch ich bin gleich 2 x wegen Umwandlung und Gruppenversicherung mit ca. 20000 Euro Beitrag betroffen und habe im letzten Juni Klage zum Sozialgericht erhoben. Bis heute ist kein Termin anberaumt. Allerdings habe ich alle Geschütze aufgefahren, die zur Verfügungung stehen, vom Befanhgenheitsantrag bis zum Antrag, der Vertetung der KK die Prozeßführungsbefugnis zu entziehen. Das Verfahren ist inzwischen in 5 Verfahren aufgespalten. Ich ziehe das bis in die allerletzte Instanz durch und hoffe, daß der EuGH mir Recht gibt.

    Antworten
  3. Pingback: Direktversicherung: Schreiben an Karl Lauterbach mit Bezug auf Plusminus-Sendung | Krüdewagen Blog

  4. Angelika Thalhofer

    Ich habe recherchiert, dass Herr Rudolf Mühlbauer die EPetition 48867 initiiert hat. Der Inhalt und auch die Argumente waren sehr gut formuliert.
    Allerdings hätte schon vor der Veröffentlichung die Petition z.B. bei „Betriebsrentner e.V., Dießen“, ADG, SOVD, VdK, Paritätischer Wohlfahrts-Verband, Senioren-Union, avisiert werden sollen (eben weil sie so gut und auch sehr sachlich geschrieben ist).
    Als Mitgleid von „Betriebsrentner e.V.“ habe ich per E-Mail am 22.02.2014 von dieser Petition erfahren.
    Sofort habe ich Bekannte, Verwandte, Freunde, ehemalige Arbeitgeber und auch Betriebsräte meines letzten Arbeitgebers über diese Petition informiert und um Mitzeichnung ersucht. Auch habe ich mich mit Herrn Debusmann per E-Mail darüber ausgetauscht. Ich habe sehr viele Politiker um Mitzeichnung bzw. Unterstützung im Petitionsausschuss gebeten. Insgesamt habe ich ca. 1.500 E-Mail-Briefe verschickt.
    Die Petition hätte locker 50.000 Mitzeichnungen erhalten, wenn vorher darüber informiert worden wäre.
    Wenn sich der Petent bei Ihnen meldet, geben Sie ihm bitte meine E-Mail-Adresse, denn die Petition kann auch noch jetzt, d.h., nach Mitzeichnungsschluss, unterstützt werden.
    Angelika Thalhofer

    Antworten
  5. Klaus Müller

    Vielleicht sollten sich die vielen Betroffenen mal mit dem Rechenbuch von Adam Ries beschäftigen oder mit den den gesetzlichen Grundlagen der Betrieblichen Altersversorgung. Nirgendwo steht geschrieben, dass die in der Ansparphase der BAV zugunsten des Vertrages gutgeschriebenen Steuern und Sozialabgaben Geschenke sind. Wieso soll die Gemeinschaft dem Einzelnen die Altersversorgung „finanzieren“. Eine BAV endet entweder mit der Kapitalauszahlung oder mit dem Tod nach lebenslanger Rente. Die Beteiligung des in der Ansparphase Begünstigten an Steuern und Krankenkassenbeiträgen in der Rückzahlphase ist doch wohl selbstverständlich. Alles andere wäre eine Ungleichbehandlung derjenigen Bürger, die nicht die Möglichkeit hatten, eine BAV abzuschließen. Das Gejammer ist schlicht unerträglich. Der liebe Gott oder wer auch immer hat uns zwischen die Ohren das Hirn gesetzt. Warum eigentlich?

    Antworten
    1. Ralf Beitragsautor

      Herr Müller, Sie sprechen die „gesetzlichen Grundlagen“ an. Und genau darum geht es: In 2004 wurde rückwirkend in bestehende Verträge durch ein neues Gesetz eingegriffen. Man hat teils schon Jahrzehnte laufende Verträge einfach mit einer zum Vertragsabschluss nicht bekannten Abgabe belegt, die fast 20% der ausgezahlten Versicherungssummer umfasst.

      Das ist ein einmaliger Vorgang. Und darum geht es den Leuten, die hier und anderswo protestieren. Eine neue Gesetzeslage sollte immer nur für neue Verträge gelten und eine Übergangsregelung haben, wie in anderen Bereichen auch. Diese rückwirkende Änderung ist vor allem in seiner Höhe wohl einmalig in der Geschichte unseres Landes. Und damit sollen sich die Leute abfinden? Der Staat hat sich um die seinerzeit gültigen „gesetzlichen Grundlagen“ nicht geschert. Aber die Leute sollen es?!

      Noch ein paar Anmerkungen:

      – Vorweg nochmal: Es geht den Betroffenen eben um die Altverträge (abgeschlossen vor 2004), für die rückwirkend Gesetze geändert wurden. Nicht um Anwendung neuer Regelungen für neue Verträge.

      – Auch in der Ansparphase wurde bei solchen Altverträgen in den meisten Fällen eine Pauschalsteuer von ca. 20% auf die Beiträge gezahlt. Allzu groß ist das „Geschenk“ bei Steuern nicht.

      – In der Ansparphase wurden zwar Beiträge zu Krankenversicherung und ggf. Pflegeversicherung gespart (genau genommen nur für jene unter der Beitragsbemessungsgrenze) – also ein „Geschenk“ von ca. 5-7% auf die Einzahlungen. Aber ist es dann in Ordnung, dass am Ende ca. 18% Sozialversicherungsabgaben auf die gesamte Auszahlung fällig werden? Sprich, der Rentner nicht nur seine, sondern auch noch die Beiträge seines Arbeitgebers zahlt? Und das nicht nur auf die Gewinne oder Einzahlungen, sondern auf Einzahlungen + Gewinne. Ist das okay? Ist das etwas, was man nach „Adam Riese“ und nach Gesetzeslage erwarten durfte, als man in den 80er oder 90er Jahren so eine „Altersvorsorge“ abgeschlossen hat? Nein, eben nicht.

      – Es gibt genügend Beispiele, bei denen Subventionen als „Geschenke“ eben nicht am Ende wieder komplett zurückgefordert werden. Ich zähle hier mal nichts auf, die Liste würde lang. Subventionen zu ändern oder auslaufen zu lassen, ist natürlich jederzeit möglich und nötig. Aber nicht rückwirkend. Und auch nicht mit einer teils mühsam angesparten Altersvorsorge.

      – Was ist mit den beschenkten Arbeitgebern? Warum bleiben die außen vor? Kann das mit der „marktkonformen Demokratie“ zu tun haben?

      – Die Gemeinschaft muss für solche Subventionen aufkommen, das ist richtig. Und daher ist immer Augenmaß zu halten. Aber eine „Ungleichbehandlung derjenigen Bürger, die nicht die Möglichkeit hatten, eine BAV abzuschließen.“ gibt es im Fall der BAV Stand heute nicht mehr. Denn der Gesetzgeber hat vor Jahren ein Anrecht aller Arbeitnehmer auf eine BAV gesetzlich festgeschrieben. Jeder normale Arbeitnehmer kann eine BAV und damit die „Geschenke“ mitnehmen. Geschenke, die, wie wir gelernt haben, nicht nur wieder zurückgezahlt werden müssen, sondern man auch noch für die anderen Beschenkten, die Arbeitgeber, einstehen muss. Und von Geschenken an die anderen Gruppen (Beamte, Selbstständige mit Rürup) wollen wir erst gar nicht anfangen.

      – Wenn wir und vor allem die Politiker wirklich unser Hirn einschalten würden, dann müsste die BAV sofort beendet werden bzw. auslaufen. Denn nach 2004 gibt es nicht nur keine „Geschenke“ für die Bürger mehr, sondern man zahlt drauf. Jeder Banksparplan bringt mehr für das Alter. Geschenke gibt es nur noch für Unternehmen (die Beiträge sparen) und Versicherungen (die immer noch werben dürfen mit „man spart Sozialabgaben“).

      – In einem Punkt muss ich Ihnen tendenziell Recht geben: Die Menschen müssen sich mehr selbst um ihre Finanzen, Versicherungen und Altersvorsorge kümmern. Die Zeiten, sich auf etwas verlassen zu können, sind vorbei. Dazu gehört, sich zu informieren und nur sich selbst zu vertrauen. Dazu gehört aber auch eine transparente Informationspolitik vom Staat und den Versicherungen mit Vor- und Nachteilen. Aufgrund der starken Finanzlobby sehe ich da großen Nachholbedarf. Aber jede Information nützt nichts, wenn Vertragsbedingungen und Gesetze nachträglich signifikant geändert werden! Wir können den Leuten doch nicht vorwerfen, dass jeder den Unsinn der BAV erkennen muss und man der Abzocke sehenden Auges in die Arme läuft. Das mag auf den Grauen Kapitalmarkt passen, aber nicht bei staatlich organisierten und geförderten Leistungen. Selbst Finanzzeitungen wie „Finanztest“ loben die BAV, obwohl sie zu 80% keine gute Idee für die Menschen ist.

      Ja, das Hirn muss eingeschaltet werden! Vielleicht lohnt ein Blick in diesen aktuellen Beitrag vom Bayrischen Rundfunk, um eine Erleuchtung zu bekommen: Wahnsinn – Betriebliche Altersvorsorge.

      Antworten
  6. Fredo Pawlic

    Hallo zusammen,

    irgendwie scheint der sehr geehrte Herr Müller die Situation, von der hier und in ähnlichen Blogs seit Jahren geschrieben und diskutiert und die da angeklagt wird, gar nicht gecheckt zu haben, oder?
    Seine Frage nach dem Grund des Hirns zwischen den Ohren kann man nach dem Lesen seiner Auslassungen wirklich schon stellen, kann wir alle guten Gewissens zustimmen.
    Wahrscheinlich werden wir ihm verzeihen müssen, und Schwamm drüber.
    Herr Krüdewagen hat sich geduldig redlich Mühe gemacht, ihn da ein Bißchen aufzuklären. Obs hilft?

    Gerade doch die Leute, die auch nur ein Bißchen ähnlich denken wie Adam Ries, mußten gar nicht lange überlegen und große Rechenübungen anstellen um zu merken, daß sie mit dem GMG, besonders dessen Artikel 1 Pkt.143 und den daraus folgernden Richtersprüchen, unredlich ganz gewaltig über den Tisch gezogen wurden und noch immer werden.
    Kein anderer Mensch finanziert doch die von vornherein als Einmahlzahlung vereinbarte, zunächst weggesparte und dann zeitversetzt ausgezahlte Entlohnung, als der unter Verzicht dereinst auf diesem Weg gespart habende Kassenpatient-Arbeinehmer selbst. Andere, sich gehobeneren Kasten angehörig fühlende MitbürgerInnen, die ja überheblicherweise sich nicht im Massenprodukt GKV versichern lassen sondern sich gerne als „Privat“ oder „Selbstzahler“ zu erkennen geben, betrifft das doch in keinster Weise. Die „große Gemeinschaft“ hat im Falle der DV den zugegebenermaßen (aber im Vergleich zu den professionellen „Steueroptimierungsmodellen“ verschwindend minimalen) Nachteil, daß durch die Pauschalsteuer (20% !, und das auch für die AN mit 19% Grenzsteuersatz!) ein ganz kleines Tröpfchen weniger Steuer in die große Schwarze-0-Kasse Herrn Dr. Schäubles fließt. Und das war ja das üppige „Geschenk“ der Politiker zum Anreiz an die kleinen Kassenpatienten-Leute, damit sie selbst vorsorgen sollen, um nicht später der großen Allgemeinheit, dem sich christlicher Sozialstaat nennenden Gebilde, zur Last zu fallen. Also sollte doch Herr Müller nicht den rechtschaffenen Bürgern auf dieser niederen Ebene hier und was weiß ich noch wo sonst Vorhaltungen machen, sondern den Politikern, die seine sauerverdienten Steuergroschen so sehr an rumorende undankbare Kleinbürger verschwenden. Dort, nix wie drauf (falls mutig genug), und nicht hier!

    Ausserdem vermischt auch Herr Müller Äpfel mit Birnen und will vereinfachend grundsätzlich alles gleich behandelt sehen. Die große Mehrheit der Direktversicherungen, und nur die sind das Thema auch in diesem Blog, sind keine BAV (also von Betrieben finanzierte Renten, Versorgungsbezüge oder ähnliche neue Zuwendungen des AG nach dem Ende der regulären Entgeltzahlung) sondern aus eigener Entlohnung weggespartes Kleinvermögen, das gegenüber den „Ersparnissen“ in der Ansparphase jetzt der doppelten Beitragpflicht unterliegt (AG-Anteil jetzt zu dem angeblich „eingesparten“ AN-Anteil dazu = Ersparnisse der Arbeitgeber = großes Ziel des GMG = Lohnnebenkostensenkung ! die damalige Finanzmisere der GKVen waren letztlich gut passende Nebenargumente).

    Auf Herrn Müllers Auslassungen kann man hier nicht vollständig eingehen. Möge er sich kundig machen auf den diversen Krüdewagen-Seiten und anderen einschlägigen Blogs und sogar YouTube und Facebook; wenn er persönliche Aufklärung und Beratung wünscht , kann er sich auch gerne direkt wenden an gmg-geschaedigte@gmx.de

    Gruß und Kraft und Ausdauer für den Kampf
    Fredo Pawlic

    Antworten
    1. Ralf Beitragsautor

      Nach Recherche im Netz und Info von einer anderen Kontaktperson kann ich mit einiger Sicherheit sagen, dass Herr Müller Versicherungsvertreter ist. Der hat natürlich eine andere „Sicht der Dinge“. Noch Fragen?

      Antworten
  7. Fredo Pawlic

    Herr Krüdewagen, höfliche Bemerkung von Ihnen dazu, danke – aber ich habe Bekannte im Kreis, die sagen da ganz andere Dinge, bißchen deftiger, wie halt Kassenpatientenleute aus dem einfachen Volk so reden.

    Ich sage, lass ihn jaulen; die Hunde bellen, aber die Karawane zieht weiter, (bekanntermaßen nicht von mir, der Spruch, sondern von allgemein als wichtig eingestuften und anerkannten Persönlichkeiten) hat sich meistens bewährt.
    Gruß an alle Mitbeschissenen
    vom Fredo Pawlic

    NS:
    schon mal geguckt ?
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/geld-und-leben/wahnsinn-altersvorsorge-betriebsrente-100.html
    solltet Ihr mal tun und vielleicht sogar auch mitwerten
    diese Sendung hat vermutlich dem sehr geehrten Herrn Müller den Spunden rausgehauen und dann hat er seine Felle den Bach runter gehen sehn … zumal ja alle von unseren hochintelligenten hochbezahlten Politmanagern vorgeschlagene Vorsorgemodelle (´Namen sind bekannt) gute Provisionen an die Verkäufer bieten (weil die Chefs dieser Verkäufer als „Fachleute“ und“Experten“ den hochbezahlten Generalisten-Politmanagern die Tipps geben müssen, wie man so ein Gesetz am besten macht, aber die kleinen doofen Leute des Volkes (wie wir von denen ganz offensichtlich eingestuft werden) zahlen wie immer alles, denen ihre Gehälter (Diäten) die Berarungshonorare, die Meetingskosten, die Spesen, die Sachaufwände, u,v.a.m). Und wenn eine/r von uns berechtigt Kritik übt, wird sie/er halt theatralisch beschimpft, weil die lukrative Provisionen so peu a peu weniger werden und gar auszulaufen drohen und dann fällt man selbst u.U. auf das Einkommensniveau dieser plebiszitären GKV-Direktversicherten hinunter, von denen man sagt, die haben viel, und die SPD sagt, die haben breite Schultern, daß man denen was wegnehmen darf, aber um unser Versicherungsverkäufer Lebenshaltungsniveau sind wir da unten dann doch um eingie Stufen zu tief und wegnehme lassen aus unserer privaten Altersvorsorge können wir uns ja schon gar nicht, sonst haben wir ja auch kaum noch was. Deshalb müssen wir Müllers gegen diese Initiativen der GMG-Geschädigten anstänkern und usnre Interessen verteidigen.
    Eigentlich ganz simpel.

    außerdem -> Demo in Berlin am 19.03.15, 12,30Uhr vor dem Reichstag – alle kommen ist Bürgerpflicht – Information, Anmelden und Info unter gmg-geschaedigte@gmx.de

    Antworten
  8. Waldraud Gerner

    Die Mitglieder des DVG e.V. sind ja nun wirklich sehr rege, muß man wirklich anerkennen. Ich habe ihnen heute eine Nachricht geschrieben, die vielleicht auch in ihrem Blog veröffentlicht wird. Nachfolgend möchte ich meine Worte aber auch hier veröffentlichen. (Danke Herr Krüdewagen).

    Werte Streiterinnen und Streiter gegen diesen unseligen Teil des GMG. Ich lese immer wieder Ihre homepage (auch von mir kommen einige Klicks) und bin immer gespannt auf Neuigkeiten. Ihre Aktivitäten sind toll und man muß sich bei allen Aktivisten und Aktiven Ihres Vereines bedanken.

    Über eine nicht unwesentliche Kleinigkeit bin ich gestoßen und möchte sie Ihnen zur Überlegung und Ergänzung Ihrer Argumentation anheimstellen:
    Auf Ihren Plakaten, jetzt wieder auf der 50plus-Messe in München, schreiben Sie u.a. „Nur die Krankenkassen freuen sich“
    Sehr geehrte Macherinnen und Macher, bei aller Freundschaft, aber das ist doch nur die Halbe Wahrheit. Bekanntermaßen freuen sich doch sehr auch die Arbeitgeber über diese uns über das so sehr angeratene Sparmodell Direktversicherung gespart habende GKV-Bürger schädigende Regelung. Die haben ja eine immense Kostenersparnis, da Sie alle (und mein Alfons dereinst auch) deren Arbeitgeberanteile nun bezahlen. Das war das vom Autokanzler, vom Genosse der Bosse, so gewünschte Ziel für seine Agenda 2010 (übrigens, auch „der Staat“ ist ja ein Arbeitgeber, einer der größten, wenn nicht gar der Größte). Den damals in Geldnöten sich befindenden GKVen hätte man nun wahrlich auch anders aus der Klemme helfen können. Den Quartalsbeitrag beim Arzt, auch Bestandteil dieses bösen GMG (erinnern Sie sich noch an ihn?) , hat man ohne großes Aufhebens bald wieder aufgehoben.

    Also, „nur die Arbeitgeber und die Krankenkassen freuen sich“ – und die Versicherungen und ihre Frontleute (die Namen sind ja bekannt) natürlich auch.
    Oder ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Waldraud Gerner

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*