Direktversicherung: Schreiben an Karl Lauterbach mit Bezug auf Plusminus-Sendung

Nach der Plusminus-Sendung vom 15. Januar 2014 zum Thema Betriebliche Altersvorsorge – Minusgeschäft für viele Rentner gab es viele Reaktionen von Betroffenen.

Horst Debusmann, der seit vielen Jahren aktiv gegen das Gesundheitsmodernisierunggesetz (GMG) kämpft, hat zwei Schreiben an Prof. Dr. Lauterbach (SPD) gerichtet, die ich in diesem Beitrag veröffentliche.

1. Schreiben vom 18.01.2014

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lauterbach,

in der ARD Sendung „PlusMinus“ gaben Sie in Ihrer Eigenschaft als Gesundheitsexperte der SPD folgenden Kommentar ab:

„Ich warne davor jetzt anzufangen, Flickschusterei zu betreiben, denn sie lösen damit hier ein Problem, aber sie schaffen an anderer Stelle ein Problem:
Wie gehen wir mit den Beiträgen um, die wir dann nicht mehr haben. Wer soll die dann bezahlen?“ „Satte 2,5 Milliarden Euro wären das.“

Kurze Antwort hierzu:

1) Der Logik nach nicht die Bürger, die von der Politik erst animiert wurden „Die Rente reicht nicht, tut was für eure Altervorsorge“, um dann nach Auszahlung ihrer zu 100% erbrachten Eigenleistung mit rückwirkendem Vertragsbruch durch den Gesetzgeber für ihre Gutgläubigkeit bestraft zu werden. […]

… weiter im PDF-Dokument.

2. Schreiben vom 26.01.2014

Sehr geehrter Herr Professor Lauterbach,

zu Ihrem Statement in der o.g. genannten Sendung haben Sie inzwischen viele Zuschriften bekommen. Die mir hierzu von Mitbetroffenen bereits vorliegenden Antworten aus Ihrem Büro lassen nur einen Schluss zu:

Das GMG wird, und sei es noch so ungerecht, auf „Biegen und Brechen“ verteidigt !
„Flickschusterei“ ist das neue Synonym für gewolltes Abkassieren. […]

… weiter im PDF-Dokument.

2 Gedanken zu „Direktversicherung: Schreiben an Karl Lauterbach mit Bezug auf Plusminus-Sendung

  1. Brunner Joachim

    Hallo GMG-Geschädigte,
    Eine Einmalkapitalzahlung, die ursächlich als Schadensersatz für Einkommensverluste und Rentenpunkteverluste innerhalb des Vorruhestandes und der Altersrente vereinbart wurden,
    sind juristisch eindeutig als Abfindung mit Entschädigungscharakter typisiert.
    Dieser Schadensersatz wird durch das GMG mit Hilfe einer Gehaltsumwandlung elegant als Altersvorsorge bezeichnet und daraus eine Abfindung mit Entgeldcharakter gemacht.
    Das ist in meinen Augen eine Rechtsbeugung, die nichts mehr mit einem Rechtsstaat zu tun hat.
    Ein Schadensersatz für einen erlittenen Schaden soll hier mit einer erneuten Schädigung kompensiert werden. Juristisch kann man keinen Schaden mit einer erneuten Schädigung beheben.
    Das machen nur Diktatoren in einer Bananenrepublik!
    MfG
    J.Bru

    Antworten
    1. Ralf Beitragsautor

      Hallo Herr Brunner,

      da kann man Ihnen nur beipflichten.

      Man hätte das GMG ja auch so gestalten können, dass die einmalige Kapitalzahlung einmalig einer Beitragspflicht unter Anrechnung der Beitragsbemessungsgrenze unterworfen worden wäre. So wie bei einer Abfindung. Dann hätte man einmalig max. 500-600€ bezahlt … und gut.

      Antworten

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