Altersvorsorge: Ungerechtigkeit bei der Betriebsrente (Plusminus)

In der Plusminus-Sendung vom 18.05.2016 wurde mit recht klaren Worten auf die Abzocke bei der Direktversicherung eingegangen.

Quelle: ARD, auf YouTube

7 Gedanken zu „Altersvorsorge: Ungerechtigkeit bei der Betriebsrente (Plusminus)

  1. Walter Götzl

    Eine Sache ist für mich nach Jahren ja immer noch absolut unverständlich.

    Keine/r der namentlich bekannten am Schwarzen Freitag für DV-Sparer, am 26.09.2003 mit JA für dieses unselige, inzwischen berüchtigt berühmte GMG gestimmt habenden “Volks“vertreter/innen und deren Nachfolgende, die es immer noch mit den alten Begründungen heftigst verteidigen und so erhalten wollen, konnten mir eine Antwort geben (und ich habe inzwischen nicht wenige gefragt).

    Da wurde und wird heute ja u. a. noch von diesen “eisernen“ Verfechtern dieses Modernisierungsgesetzes GMG noch immer angeführt und hervorgehoben (obwohl es bekanntermaßen auch andere, wahrscheinlich bevorzugtere Gründe gab), die GKVen hätten zu wenig Geld gehabt. Und deshalb hat “man“ uns “Reiche“ mit den besonders nach SPD-Lesart “breiten Schultern“ (die wir angeblich haben und die uns heute nun zum Verhängnis gemacht werden, weil wir über deren Anköder-Modell der Direktversicherung unter Verzicht auf Anderes Teile unserer Entlohnung weggespart haben und unsere Schultern damals damit schmaler machten) nun zur Enteignung auserkoren.
    “Man“ darf uns heute nun nicht gerade kleine Teile unserer eigenen, allein selbstfinanzierten Vorsorge, unseres Vermögens wegnehmen. Wer sich massiver als verbal sträubt (wie z.B im Blog Versicherung des Herrn Uwe Ulrich das von einem Betroffenen angekündigt wird) wird bestraft, wird bestraft weil er das tat, was wir tun sollten und unsere Jungen auch heute noch tun sollen!

    Aber, all die Jahre hat mir noch keine/r erklärt, wie mehr Geld in eine klamme Kasse kommt, wenn die AG ihren (so schon verringerten) Anteil nicht zahlen müssen, dafür aber wir auserwählten Kassenpatienten-AN diese Zahlung, deren Anteil auch noch übernehmen müssen.

    Kann mir auf meine Frage über diesen Weg jemand eine auch mir verständliche Erkklärung geben?
    Walter Götzl

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  2. Waldraud Gerner

    Paul Meister hat auf Ulrichs Blog Versicherung geschrieben

    ja et jeht noch – der alte Holzmichl lebt noch

    und ich habe ihm heute geantwortet:
    wenn et noch jeht, is et ja noch jut
    aber wenn er noch lebt und zuckt nich mal mehr, dann ist das halt grande Sch…
    wo sind sie geblieben, die tapferen Kämpfer gegen das GMG-Unrecht mit dem ihnen ganz direkt angetanen Unrecht bei der rückwirkenden Verbeitragung ihrer in Form einer politikerhochempohlenen Direktversicherung unter Verzicht weggesparten Ersparnisse??
    Ausgekämpft?
    Ausgebufft?
    Resigniert?

    Hier spielt seit Jahren die Musik! Meldet Euch zu Wort!

    Gruß von Waldraud Gerner

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  3. Fredo Pawlic

    hallo Herr Werner (ein Eintrager bei den DVGe.V.-Leuten): auch ich (und viele andere hier) auch Direktversicherungsgeschädigte – also, jetzt aber Butter bei die Fische – die Zeit der Stille muß dem Sturm weichen, sonst bläst uns der Hurrikan des Wahlkampfes mit ihren anderen, für sie wichtigeren Themen ganz einfach weg, und die bisherige Arbeit seit Beginn des Arbeitskreis DV-geschädigte Direktversicherte ist dahin. Wohlan, laßt uns aufrechten Ganges voranschreiten !
    Mutige Grüße vom Fredo

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  4. Frank Müller

    Meine Mail vom 17.12.2016 an die Abgeordneten des Ausschusses Arbeit und Soziales sowie an meine 3 MdB´s aus meinem Wahlkreis:

    > Betreff: Gelbe Karte für den Referentenentwurf des
    > Betriebsrentenstärkungsgesetzes
    >
    > Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Ausschusses Arbeit und
    > Soziales,
    >
    > war es 2003 das Ziel der Koalition aus SPD/Grünen/CDU/CSU die bAV zu schwächen oder gar ganz abzuschaffen?
    >
    > Betriebliche Altersvorsorge war und ist im Endeffekt das zu kleine oder durchsichtige Feigenblatt für die Rentenkürzungen der Vergangenheit und der Zukunft.
    > baV-Verträge sollten den Lebensabend bei sinkenden Renten aufgrund eigener Leistungen absichern.
    > bAV-Verträge wurden aber von Ihnen als Finanzierungsinstrument für die KV/PV entdeckt, werden geplündert, und so wurde und ist die Betriebliche Altersvorsorge seit 2004 eine indirekte Subvention der Arbeitgeber zu Lasten der Rentner und der heute Aktiven.
    >
    > Ihre Ziele wurden, auch durch pervertierende Rechtsprechung, nicht erreicht.
    >
    > Nun liegt Ihnen der Referentenentwurf zum sogenannten Betriebsrentenstärkungsgesetz zur Diskussion und zur Beratung vor.
    >
    > Dieser stellt nicht mal im Ansatz einen großen Wurf zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge dar. Damit werden Sie die jungen Arbeitnehmer und Beschäftigten nicht locken können, verstärkt neue Verträge abzuschließen und vom Beitrag freigestellte wieder zu bedienen.
    >
    > Ihr Ziel – einer zusätzlichen auf Langfristigkeit angelegten eigenen Altersvorsorge – wird damit wieder nicht erreicht werden.
    >
    > bAV im wahrsten Sinne des Wortes, sind Verträge, die die Unternehmen für ihre Manager, meist Topmanager, abschließen und dafür auch die Beiträge bezahlen.
    >
    > Im Gegensatz dazu sind die Verträge zu sehen, die die Unternehmen de jure für ihre Mitarbeiter abschließen, das Geld aber dafür de facto vom Mitarbeiter selbst d.h. privat aufgewendet wird. Und dabei ist es egal ob dies von Netto oder Brutto gezahlt wird, denn in Brutto steckt auch Netto – es ist stets privates Geld des Arbeitnehmers.
    >
    > Hierbei wird bewusst die Tatsache unterschlagen und vernebelt, wonach die gesetzliche Entgeltumwandlung erst im Jahre 2001 eingeführt wurde. Sämtliche der vor diesem Zeitpunkt abgeschlossenen Verträge zur so genannten Direktversicherung wurden per Entgeltverwendung, d.h. Nettolohnverwendungsabrede zwischen AG und AN ,einzig vom bereits versteuerten und GKV-verbeitragten Nettolohn/-Gehalt eingezahlt.
    > Die einseitig seitens der GKV mit Unterstützung der Sozialgerichtsbarkeit gesetzwidrig eingeforderten vollen GKV-Beiträge nach erfolgter Auszahlung dieser als privat geschlossenen Altersvorsorge bedeuten für den Arbeitnehmer die insgesamt 3-fache GKV-Verbeitragung des AN-Beitrags!
    >
    > bAV wird aber von der Politik und der Sozialgerichtsbarkeit über einen Kamm geschoren, indem seitens der GKV und der Sozialgerichtsbarkeit diese privat geschlossenen Verträge zur Altersvorsorge einfach zur bAV umgewidmet werden, was eindeutig Rechtsbruch bedeutet.
    >
    > Der Wunsch, der ca. über 8,1 Mio. GMG-Geschädigten Menschen mit Altverträgen nach Stopp der Verbeitragung zur Kranken- und Pflegeversicherung und der Rückzahlung der bereits eingezogenen doppelten Beiträge kommt überhaupt nicht vor.
    >
    > Zeigen Sie deshalb mit uns dafür den Referenten die gelbe Karte!
    >
    > Politiker machen Politik und nicht die Referenten. Wir hoffen, dass sich am Referentenentwurf noch etwas ändert, dass Politiker Politik machen und bereit sind Fehlentwicklungen und Ungerechtigkeiten zu korrigieren.
    >
    > Wir müssten sonst fortfahren den Jungen und den Aktiven zu empfehlen:
    >
    > Kein privates Geld in eine betriebliche Altersvorsorge – Hände weg von
    > betrieblicher Altersvorsorge!
    >
    > Bitte haben Sie Verständnis dafür, daß wir gezwungen sind, andere Parteien zu wählen, solange diese Ungerechtigkeit nicht beseitigt wurde.
    >
    > Ich wünsche Ihnen besinnliche Festtage, Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr.
    >
    > Mit freundlichen Grüßen
    > Einer von 8,1 Millionen Geschädigten

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  5. Fredo Pawlic

    CDU-Aktion “Ich schreibe Zukunft – Meine Idee für Deutschland“
    Geht nur noch bis 28.April 2017 !

    Werte Mitbetroffene,

    falls jemand die CDU-Aktion als interaktive Wahleinstimmung nicht kennen sollte,
    erinnre ich hier nochmals an
    https://www.cdu.de/schreibe-zukunft

    Machen Sie mit, weißen Sie auf das auch von der CDU/CSU mit zu verantwortende uns Direktversicherungsgeschädigen angetane Unrecht und den Geldvermögensklau hin und fordern Sie
    mit uns die Abschaffung dieser unglaublichen Konfiszierung und Rückgabe unserer bisher genommenen Ersparnisse!

    Die CDU gibt uns die Chance, ergreifen wir, wir alle die Gelegenheit und fordern wir unser, ja grundsätzlich das Recht in Deutschland ein.

    Frei nach Heinrich Heine “Schlaget die Trommel und fürchtet Euch nicht . . .“

    Freundliche Grüße
    Fredo Pawlic

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  6. Waldraud Gerner

    Die Mitglieder des DVG e.V. sind ja nun wirklich sehr rege, muß man wirklich anerkennen. Ich habe ihnen heute eine Nachricht geschrieben, die vielleicht auch in ihrem Blog veröffentlicht wird. Nachfolgend möchte ich meine Worte aber auch hier veröffentlichen. (Danke Herr Krüdewagen).

    Werte Streiterinnen und Streiter gegen diesen unseligen Teil des GMG. Ich lese immer wieder Ihre homepage (auch von mir kommen einige Klicks) und bin immer gespannt auf Neuigkeiten. Ihre Aktivitäten sind toll und man muß sich bei allen Aktivisten und Aktiven Ihres Vereines bedanken.

    Über eine nicht unwesentliche Kleinigkeit bin ich gestoßen und möchte sie Ihnen zur Überlegung und Ergänzung Ihrer Argumentation anheimstellen:
    Auf Ihren Plakaten, jetzt wieder auf der 50plus-Messe in München, schreiben Sie u.a. „Nur die Krankenkassen freuen sich“
    Sehr geehrte Macherinnen und Macher, bei aller Freundschaft, aber das ist doch nur die Halbe Wahrheit. Bekanntermaßen freuen sich doch sehr auch die Arbeitgeber über diese uns über das so sehr angeratene Sparmodell Direktversicherung gespart habende GKV-Bürger schädigende Regelung. Die haben ja eine immense Kostenersparnis, da Sie alle (und mein Alfons dereinst auch) deren Arbeitgeberanteile nun bezahlen. Das war das vom Autokanzler, vom Genosse der Bosse, so gewünschte Ziel für seine Agenda 2010 (übrigens, auch „der Staat“ ist ja ein Arbeitgeber, einer der größten, wenn nicht gar der Größte). Den damals in Geldnöten sich befindenden GKVen hätte man nun wahrlich auch anders aus der Klemme helfen können. Den Quartalsbeitrag beim Arzt, auch Bestandteil dieses bösen GMG (erinnern Sie sich noch an ihn?) , hat man ohne großes Aufhebens bald wieder aufgehoben.

    Also, „nur die Arbeitgeber und die Krankenkassen freuen sich“ – und die Versicherungen und ihre Frontleute (die Namen sind ja bekannt) natürlich auch.
    Oder ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Waldraud Gerner

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