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Kategorie-Archiv für 'Open Source'

Im Editorial der aktuellen Ausgabe 10/2011 der Zeitschrift LinuxUser bringt es der Chefredaktuer Jörg Luther auf den Punkt: Finger weg von Apple-Produkten. Dem kann ich mich als Open Source Anhänger eigentlich nur anschließen.

Windows 7 Sünden

windows7sinsDie Free Software Foundation hat unter dem Titel “Windows 7 Sünden” eine Aufklärungskampagne gestartet, um auf die Gefahren von Windows 7 im Speziellen und Microsoft im Allgemeinen hinzuweisen. Seit vielen Jahren drangsaliert Microsoft Privatanwender und Firmen mit Software, die Abhängigkeiten schafft und Freiheit einschränkt. Nur der verstärkte Einsatz von Freier Software (Open Source) und offenen Schnittstellen und Formaten kann helfen, diesem Diktat proprietärer Software zu entrinnen. Das geht jeden an, der einen Computer einsetzt!

OpenOffice.org 3.0 erschienen

Wieder mit zahlreichen Verbesserungen ist das freie Office-Paket OpenOffice.org in Version 3.0 erschienen. Siehe auch Pressemitteilung (de) bzw. eine vollständige Liste neuer Features (en).

Besonders hervorzuheben ist eine PDF-Import Erweiterung, mit dessen Hilfe man einigermaßen Layout-treu PDF-Dateien editieren kann.

Weitere Ankündigungen und Einblicke in die Neuerungen:

Die InfoWorld Media Group hat die Gewinner des Best of Open Source Awards 2008 (Bossies) ernannt. Die Auszeichnung für Open Source Software für den professionellen Einsatz gibt es in den Kategorien Collaboration, Developer tools, Enterprise applications, Networking, Platforms and middleware, Productivity applications, Security, Storage.

Siehe auch Heise-Meldung.

Leitfaden für Softwaremigration

Das Bundesministerium für Inneres hat eine neue Version des Software-Migrationsleitfadens herausgegeben (Download Version 3.0 als PDF). Der Migrationsleitfaden soll vor allem Behörden aber auch Unternehmen in rechtlicher, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht bei Softwaremigrationsprojekten unterstützen. Es werden Open-Source- und proprietäre Software betrachtet.

Meldungen dazu:

Das kürzlich nach ISO standardisierte OOXML stößt bei vielen Nutzergruppen auf Ablehnung. Besonders das Bundesaußenministerium stellte diese Woche klar, dass man ODF gegenüber OOXML favorisiert, da OOXML bisher kein plattformunabhängiges Dokumentenformat sei. Vielmehr sieht man die Gefahr, sich nach Implementierung von OOXML auch bei Betriebssystemen wieder in eine Abhängigkeit zu Microsoft zu begeben.

Das Außenministerium stellt nämlich derzeit seine Rechner auf Linux um und dient somit als sehr gutes Beispiel, wie man aus Microsoft-Abhängigkeiten herauskommt – und dass bei verbesserten Leistungen und höherer Sicherheit [1],[2].

Einige Meldungen zu OOXML vs. ODF:

Nach den Entwicklungen der letzten Wochen konnte man es erahnen: Die ISO hat das von Microsoft entwickelte Dokumentenformat OOXML im zweiten Anlauf zum ISO-Standard erhoben. Der seit der ersten fehlgeschlagenen Abstimmung erhöhte Druck seitens Microsoft auf die nationalen Abstimmungsgremien hat also gewirkt. Da halfen auch keine Kampagnen mehr. Einen lupenreinen Lobbyismus haben wir da erlebt – und wie viele Medien und Experten berichten, wurde hier und da die Grenze zur Korruption überschritten.

Man kann sich als Beobachter schon wundern, wie es Microsoft international immer wieder schafft, seine Interessen durchzusetzen. Vor allem hinsichtlich des von der EU kürzlich verhängten Rekordbußgeldes von 899 Mio € reibt man sich die Augen. Und auch den OOXML-Standardisierungsprozess untersuchen die EU-Kartellwächter nun wieder, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Nun haben wir neben OpenDocument (ODF) einen zweiten anerkannten ISO-Standard. Und da beide inkompatibel zueinander sind (es gibt jedoch schon Konverter), wird man erst in Zukunft sehen, welches Format sich durchsetzt. Man muss kein Prophet sein, um dem Microsoft-Format bei der bestehenden Marktdominanz des amerikanischen Monopolisten eine gute Chance einzugestehen. Vor allem im gewerblichen Bereich wird Microsofts Format wohl kurz- bis mittelfristig die Nr. 1 bleiben, aber die Fronten bröckeln. Meine Hoffnung geht vor allem dahin, dass wenigsten in Europa, bei Behörden und bei Privatleuten das ODF-Format mehr Anhänger findet, da dieses Format nicht nur den kommerziellen Interessen von Microsoft dient, sondern von vielen IT-Firmen (eigentlich genau von den Gegenspielern Microsofts wie z.B. Sun, IBM und Google) und vor allem der Open-Source Szene getragen wird. Zudem setzt ODF im Gegensatz zu OOXML sehr stark auf die Integration schon bestehender Standards wie SVG für eingebettete Grafiken, während OOXML hier proprietäre Microsoft-Formate vorsieht [1].

Daher sei an dieser Stelle gesagt: Leute, setzt OpenDocument (ODF) ein !!

NO OOXML

Das bekannteste Office-Programm mit ODF-Unterstützung ist das quelloffene OpenOffice, welches in den meisten Punkten locker mit Microsoft Office mithalten kann, wie ich hier berichtet habe und auch hier dargestellt wird.

Meldungen zum Thema:

Unter dem Titel "Gehen die Enttäuschten fremd?" erörtert die Financial Times Deutschland den zunehmenden Unmut von Geschäfts- und Privatanwendern über Microsofts Betriebssystem Vista. Linux wird zunehmend als Alternative zu Windows und Vista angesehen. Es wurde auch langsam Zeit …

Auf Initiative von OpenForum Europe (OFE), The European Software Market Association (ESOMA) und The Free Software Foundation Europe (FSFE) gibt es eine Online-Petition, die die Verwendung offener Standards in den Institutionen der EU fordert.

Open Source Jahrbuch 2008

Das Open Source Jahrbuch 2008 vom "Förderverein Open Source Jahrbuch e.V." kann hier heruntergeladen werden. Das Jahrbuch befasst sich mit verschiedenen Aspekten von Open Source wie Anwendung, Entwicklung, Innovationen, Geschäftsmodellen, sozialen Prozessen, Netzen und Wissen.

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