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	<title>Krüdewagen Blog &#187; Bundesverfassungsgericht</title>
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		<title>Neues Urteil zu Krankenversicherungsbeitr&#228;gen bei Direktversicherungen</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2010/10/16/neues-urteil-zu-krankenversicherungsbeitraegen-bei-direktversicherungen/</link>
		<comments>http://www.kruedewagen.de/blog/2010/10/16/neues-urteil-zu-krankenversicherungsbeitraegen-bei-direktversicherungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 12:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Direktversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem Artikel &#8220;Voller Krankenversicherungsbeitrag bei Auszahlung von Direktversicherungen&#8221; hatte ich vor &#252;ber zwei Jahren er&#246;rtert, dass seit 2004 der volle Krankenversicherungsbeitrag f&#228;llig wird, wenn man eine betriebliche Direktversicherung ausgezahlt bekommt. Auch hatte ich moniert, dass dies selbst bei privat weitergef&#252;hrter Versicherung (z.B. wenn der neue Arbeitgeber den Vertrag nicht &#252;bernimmt) der Fall ist.
Das BVerfG [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Artikel &#8220;<a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/05/24/voller-krankenversicherungsbeitrag-bei-auszahlung-von-direktversicherungen/" target="_blank">Voller Krankenversicherungsbeitrag bei Auszahlung von Direktversicherungen</a>&#8221; hatte ich vor &#252;ber zwei Jahren er&#246;rtert, dass seit 2004 der volle Krankenversicherungsbeitrag f&#228;llig wird, wenn man eine betriebliche Direktversicherung ausgezahlt bekommt. Auch hatte ich moniert, dass dies selbst bei privat weitergef&#252;hrter Versicherung (z.B. wenn der neue Arbeitgeber den Vertrag nicht &#252;bernimmt) der Fall ist.</p>
<p>Das BVerfG hat nun erfreulicherweise am 28.9.2010  im Verfahren <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20100928_1bvr166008.html" target="_blank">1 BvR 1660/08 entschieden</a> , dass zumindest die anteiligen Kapitalleistungen nicht beitragspflichtig sind, wenn die Direktversicherung privat auf eigenen Namen und mit eigenen Beitr&#228;gen weitergef&#252;hrt wurde. Wichtig ist dabei, dass die Versicherung auf den Arbeitnehmer als Versicherungsnehmer umgeschrieben wurde! Zitat aus dem Urteil (III. bb):</p>
<blockquote><p><em><span style="color: #800000;"> [...] Soweit das Bundessozialgericht jedoch auch Kapitalleistungen, die auf  Beitr&#228;gen beruhen, die ein Arbeitnehmer nach Beendigung seiner  Erwerbst&#228;tigkeit auf den Lebensversicherungsvertrag unter Einr&#252;cken in  die Stellung des Versicherungsnehmers eingezahlt hat, der  Beitragspflicht nach § 229 SGB V unterwirft, &#252;berschreitet es die  Grenzen zul&#228;ssiger Typisierung, weil sie sich dann nicht mehr von  Leistungen aus privaten Lebensversicherungen von Arbeitnehmern  unterscheiden, welche nicht der Beitragspflicht unterliegen. [...]<br />
</span></em></p></blockquote>
<p>Die Beitragspflicht f&#252;r alle anderen Direktversicherungen, die bis zum Schluss auf den Namen des Arbeitgebers laufen, wurde hingegen nochmals best&#228;tigt, denn sie ist laut BVerfG-<a title="Pressemitteilung Nr. 94/2010 vom 15. Oktober 2010" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-094.html" target="_blank">Pressemitteilung</a> vom 15.10.2010</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;"><em>[...]</em><em> den betroffenen Versicherten zumutbar, weil der Gesetzgeber berechtigt ist,  j&#252;ngere Krankenversicherte von der Finanzierung des h&#246;heren Aufwands f&#252;r  die Rentner zu entlasten und die Rentner entsprechend ihrem Einkommen  verst&#228;rkt zur Finanzierung heranzuziehen. </em><em>[...]</em></span></p></blockquote>
<p>Damit bleibt die betriebliche Direktversicherung zumindest f&#252;r alle gesetzlich versicherten Arbeitnehmer mit Gehalt <span style="text-decoration: underline;">oberhalb</span> der Beitragsbemessungsgrenze unattraktiv, da man im Erwerbsleben zwar nur 20% Steuern auf die Beitr&#228;ge zahlt, aber eben keine Krankenversicherungsbeitr&#228;ge in der GKV spart. Bei 40% Grenzsteuersatz spart man zwar etwa 20% auf die Beitr&#228;ge, aber die Crux ist, dass man sp&#228;ter die vollen Krankenversicherungsbeitr&#228;ge von heute ca. 15%  auf die <span style="text-decoration: underline;">komplette</span> Kapitalleistung inkl. Zinsen und &#220;bersch&#252;sse entrichten muss. Ohne jetzt eine Rechnung gemacht zu haben, d&#252;rften die kumulierten Krankenversicherungsbeitr&#228;ge im Rentenalter h&#246;her sein als die Steuerersparnis w&#228;hrend der Einzahlungsphase. Und bei 15% wird der Krankenversicherungsbeitrag bestimmt nicht stehen bleiben, so dass die Abzocke eigentlich nur schlimmer werden kann. Alles in allem ist also weiterhin der Gesetzgeber zu kritisieren, der solchen Unsinn auch noch als betriebliche Altersvorsorge anpreist.</p>
<p>Leider beziehen sich die vorliegenden Urteile des BVerfG auf ganz bestimmte F&#228;lle. Mich w&#252;rde interessieren, wie sich der viel gepriesene Gleichheitssatz mit der Tatsache vertr&#228;gt, dass privat Versicherte &#252;berhaupt keine Krankenversicherungsbeitr&#228;ge auf die Kapitalleistung zahlen m&#252;ssen, w&#228;hrend der gesetzlich versicherte Rentner f&#252;r eine Auszahlung von 70.000 € insgesamt ca. 10.780€ Beitr&#228;ge abdr&#252;cken muss. (Nachtrag s.u., tats&#228;chlich sind es Stand 01.01.2011 sogar 12.390€).</p>
<p>Weitere Infos dazu:</p>
<ul>
<li><a title="123recht.net" href="http://www.123recht.net/article.asp?a=77342" target="_blank">Verfassungsgericht best&#228;tigt Krankenbeitr&#228;ge auf Direktversicherung</a> (123recht.net)</li>
<li><a title="beck-aktuell.beck.de" href="http://beck-aktuell.beck.de/news/bverfg-kranken-und-pflegeversicherungsbeitraege-auf-kapitalleistungen-aus-betrieblichen-direktl" target="_blank">BVerfG: Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&#228;ge auf Kapitalleistungen aus betrieblichen Direktlebensversicherungen auch bei partieller Pr&#228;mienzahlung durch den Arbeitnehmer verfassungskonform</a> (beck-aktuell.beck.de)</li>
<li><a title="arbeitsrecht.de" href="http://www.arbeitsrecht.de/rechtsprechung/2010/10/15/bundesverfassungsgericht-schraenkt-beitragspflicht-ein.php" target="_blank">Bundesverfassungsgericht schr&#228;nkt Beitragspflicht ein</a> (arbeitsrecht.de)</li>
<li><a title="Focus" href="http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-richter-schraenken-beitragspflicht-fuer-rentner-ein_aid_562537.html" target="_blank">Richter schr&#228;nken Beitragspflicht f&#252;r Rentner ein</a> (focus.de)</li>
</ul>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Nachtrag:</span></strong></p>
<p>1) Neben den <strong>Krankenversicherungsbeitr&#228;gen</strong> (KV) m&#252;ssen nat&#252;rlich auch Beitr&#228;ge zu <strong>Pflegeversicherung</strong> (PV) abgef&#252;hrt werden. Stand 01.01.2011 w&#228;ren das 15,5% f&#252;r die Kranken- und 2,2% f&#252;r die Pflegeversicherung f&#252;r Kinderlose. Die 15% oben sind also gesch&#246;nt.</p>
<p>2) Ich habe heute mal einige Szenarien bezogen auf meine Direkt-Lebensversicherung durchgerechnet. Hier die Ergebnisse (alle Renditen p.a.):</p>
<p>a) Die <strong>Brutto-Gesamtrendite</strong> nach einer Laufzeit von 33 Jahren (bis zum 65. Lebensjahr) betr&#228;gt ca. <strong>3,55%</strong>. Die Versicherung hat einen Garantiezins von 4,00%. Die Differenz erkl&#228;rt sich aus Kosten und den Beitr&#228;gen zur Risikoabsicherung im Todesfall, wobei die Kosten bei weitem &#252;berwiegen d&#252;rften. Die Rendite von 3,55% ist die Rendite <strong>vor</strong> Abf&#252;hrung der KV- und PV-Beitr&#228;ge.</p>
<p>b) Wenn nun nach seit 2004 geltendem Recht (r&#252;ckwirkend auch f&#252;r meinen Altvertrag!) die vollen KV- und PV-Beitr&#228;ge im Rentenalter abgef&#252;hrt werden m&#252;ssen, dann bleibt eine Rendite von <strong>2,53% &#252;brig</strong> (dabei werden zur einfachen Berechnung die Beitr&#228;ge auf einen Schlag bei Kapitalauszahlung gezahlt). Fast ein Drittel der Rendite wird also von den KV- und PV-Beitr&#228;gen aufgezehrt! Eine Rendite von 2,53% nach 33 Jahren Einzahlung! Wow, das haut einen fast um. Mit anderen Worten: eigentlich indiskutabel.</p>
<p>c) Wenn ich die Direktversicherung schon mit 60 abrufen w&#252;rde, bliebe von der eigentlich beim Abschluss der Versicherung zugesicherten Rendite von <strong>3,49% nur 2,26%</strong> &#252;brig.</p>
<p>d) Bei einem Renteneintrittsalter von 65 Jahren m&#252;sste ich mindestens <strong>5.800€ mehr KV- und PV-Beitr&#228;ge zahlen</strong> als ich w&#228;hrend der Ansparphase Steuern gespart h&#228;tte.</p>
<p>e) Die Rechnung w&#228;re noch verheerender, wenn der KV- und PV-Beitragssatz &#8211; wie uns viele heute schon prophezeien &#8211; <strong>steigen</strong> w&#252;rde. Bei einem Beitragssatz von nicht unrealistischen 19,5% (KV) und 3,00% (PV) in 20 Jahren, w&#252;rde die Netto-Rendite zwischen <strong>1,88% und 2,21%</strong> liegen (je nach Renteneintrittsalter).</p>
<p>f) W&#252;rde ich meine Versicherung in 2011 <strong>beitragsfrei</strong> stellen, k&#228;me am Ende (nach 14 Jahren Beitragszahlung und 19 Jahren Wartezeit) eine Rendite von <strong>1,64%</strong> heraus. Bei o.g. steigenden KV- und PV-Beitragss&#228;tzen sogar nur 1,41%. Urspr&#252;ngliche Rendite ohne KV- und PV-Beitr&#228;ge w&#228;re dabei 2,38%.</p>
<p>g) Wenn ich statt betrieblicher Direktversicherung die gleichen Beitr&#228;ge in einen <strong>privaten Sparvertrag</strong> stecken w&#252;rde, dann m&#252;sste der Vertrag einen Zinssatz von <strong>4,74% bis 4,82%</strong> haben, damit ich die gleiche Brutto-Kapitalleistung (entsprechend der originalen Versicherungssumme) erhalten w&#252;rde. Dabei sind Kapitalsteuern nach heutigen Recht bereits eingerechnet. Der Zinssatz klingt nicht so unrealistisch auf 33 Jahre gesehen. Man sieht also, <strong>was privat m&#246;glich w&#228;re, um das gleiche Brutto-Kapital anzusparen</strong>, worauf dann eben keine KV- und PV-Beitr&#228;ge mehr zu leisten w&#228;ren (nach heutigem Recht f&#252;r pflichtversicherte Rentner; da wird der Staat sich sicherlich auch noch was einfallen lassen).</p>
<p>h) Anders gerechnet w&#252;rde ein <strong>privater Sparvertrag</strong> aus voll versteuertem Gehalt bei 4,00% Verzinsung &#252;ber die gesamte Laufzeit (entsprechend dem o.g. Garantiezins)  ca. <strong>6.300 bis 6.600€ mehr Kapital</strong> bringen als die tolle steuerlich beg&#252;nstigte Direktversicherung nach heute g&#252;ltigen Konditionen. Dieser Betrag entspricht &#252;brigens ziemlich genau dem aufzubringenden Beitrag f&#252;r eine Risikolebensversicherung bis zum 65. Lebensjahr, sollte diese denn &#8211; vor allem &#252;ber eine so lange Zeit &#8211; erforderlich sein.</p>
<p>Fazit: Das Ganze kann eigentlich nicht wahr sein und auch nicht mit rechten Dingen zugehen. Es w&#252;rde mich interessieren, ob das BVerfG auch mal so eine Rechnung aufgestellt hat, bevor es die Praxis als zumutbar tituliert hat.</p>
<p>Was soll ich nun also tun?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nachtrag 2</strong></span><strong> </strong>(23.10.2010):</p>
<p>Nachdem ich darauf aufmerksam gemacht wurde (siehe Kommentare), dass ich die Steuerersparnisse nicht in die Renditeberechnungen einbezogen habe, habe ich die Berechnungen wiederholt. Dabei habe ich angenommen, dass in der Einzahlphase eine Steuerersparnis bis zum maximalen Grenzsteuersatz stattfindet (also 22 Prozentpunkte Steuerersparnis). Diese Steuervorteile habe ich dann sogar fiktiv bis zum Versicherungsende mit 4% p.a. verzinst, was bis zum Versicherungsende fast zu einer Verdoppelung der gesparten Steuer f&#252;hrt. Das daraus gebildete Kapital habe ich dann zur Versicherungssumme hinzuaddiert, wovon zuvor die f&#228;lligen KV- und PV-Beitr&#228;ge abgezogen wurden.</p>
<p>Hier die Ergebnisse analog zu Punkt 2 im ersten Nachtrag oben:</p>
<p>a) Die fiktive Gesamtrendite ohne KV- und PV-Beitr&#228;ge, jedoch unter Ber&#252;cksichtigung der &#252;ber die gesamte Laufzeit verzinsten Steuerersparnisse betr&#228;gt <strong>4,46%</strong>. Ohne Steuerersparnisse w&#228;ren es <strong>3,55%</strong>. Daraus ergibt sich ein maximaler Renditekick von ca. 0,9 Prozentpunkten.</p>
<p>b) Die zu erwartende Gesamtrendite nach Abzug der KV- und PV-Beitr&#228;ge und unter Ber&#252;cksichtigung der Steuerersparnisse betr&#228;gt <strong>3,64%</strong>. Die KV- und PV-Beitr&#228;ge verringern die Rendite also um mindestens 0,8 Prozentpunkte. Die verzinsten Steuerersparnisse und die am Ende f&#228;lligen KV- und PV-Beitr&#228;ge halten sich demnach in etwa die Waage. Anders gesagt: Das fiktive, netto zur Verf&#252;gung stehende Endkapital entspr&#228;che recht genau der Versicherungssumme.</p>
<p>c) Bei Abruf mit 60 betr&#228;gt die Gesamtrendite unter Einbeziehung von Steuern und Beitr&#228;gen ebenfalls <strong>3,64%</strong>.</p>
<p>d) Insgesamt ist die Summe der verzinsten Steuerersparnisse um <strong>1.770€</strong> h&#246;her als die gezahlten KV- und PV-Beitr&#228;ge. Wenn die Steuerersparnisse nicht verzinst w&#252;rden, bliebe es jedoch bei <strong>5.800€</strong> mehr gezahlten KV- und PV-Beitr&#228;gen. Nur wenn man also den Steuervorteil konsequent w&#228;hrend der gesamten Laufzeit in einen guten Sparvertrag einbringt, ergibt sich ein kleiner Vorteil in der Gesamtbilanz. Wobei die Beispielrechnung wie oben erw&#228;hnt davon ausgeht, dass man immer Steuern bis zum maximalen Grenzsteuersatz spart, was das Optimum w&#228;re.</p>
<p>e) Bei h&#246;heren Beitragss&#228;tzen (19,5%+3%) bleibt nach Abzug der KV- und PV-Beitr&#228;ge von urspr&#252;nglich erwarteten 4,46% nur maximal <strong>3,40%</strong> Rendite &#252;brig.</p>
<p>f) Die Gesamtrendite bei Beitragsfreistellung in 2011 (nach 14 Jahren Ansparzeit) w&#228;re unter Einbeziehung von Steuern und Beitr&#228;gen <strong>2,67%</strong>.</p>
<p>g) Keine &#196;nderung zu oben. Eine Rendite von 4,74% bis 4,82% p.a. w&#252;rde f&#252;r einen mit voll versteuerten Beitr&#228;gen bedienten Sparplan ausreichen, um das Kapital gem&#228;&#223; Versicherungssumme zu erhalten.</p>
<p>h) Aufgrund der verzinsten Steuervorteile ergibt sich ein anderes Bild. Bei 4,00% Verzinsung mit privater Vorsorge w&#252;rden maximal ca. <strong>12.000€</strong> Kapital fehlen gegen&#252;ber der Direktversicherung.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Die Rechnung sieht unter Einbeziehung der Steuervorteile nat&#252;rlich schon ein wenig anders aus. Aber eigentlich nur f&#252;r den Fall, dass man bis zum Rentenalter die Steuerersparnisse konsequent verzinst und immer maximale Steuern spart, fressen die KV- und PV-Beitr&#228;ge die Steuerersparnisse nicht komplett auf. In der Praxis kann man eher von einem Nullsummenspiel ausgehen, tendenziell aufgrund steigender KV- und PV-Beitragss&#228;tze und prek&#228;rer Besch&#228;ftigungverh&#228;ltnisse aber unter ung&#252;nstigem Vorzeichen f&#252;r den Versicherten. Bereits l&#228;nger laufende Vertr&#228;ge (z.B. mit 4% Garantiezins) bleiben einigerma&#223;en rentabel, wenn man bis zum Ende durchh&#228;lt und maximale Vorteile erh&#228;lt. Das tr&#246;stet aber nicht dar&#252;ber hinweg, dass die Krankenversicherung am Ende ziemlich genau die 20% vom Kapital erh&#228;lt, die man sich vorher m&#252;hsam durch Steuervorteile erwirtschaftet haben muss.</p>
<p>Zu bedenken sind auch die hohen volkswirtschaftlichen Kosten f&#252;r dieses aufw&#228;ndige B&#252;rokratiemonster, an dem der Gesetzgeber zudem jederzeit und je nach Kassenlage herumschrauben kann. Die vom Staat gef&#246;rderte betriebliche Altersvorsorge ist demnach &#252;ber die Jahre gerechnet volkswirtschaftlicher Unsinn, bietet f&#252;r die meisten B&#252;rger keine Vorteile und sp&#252;lt hohe Subventionen in die Kassen der privaten Finanzwirtschaft.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vorratsdatenspeicherung f&#252;r verfassungswidrig und nichtig erkl&#228;rt</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2010/03/08/vorratsdatenspeicherung-fuer-verfassungswidrig-und-nichtig-erklaert/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 07:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Grundgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die seit &#252;ber 2 Jahren geltende gesetzliche Regelung zur Vorratsdatenspeicherung als verfassungswidrig und die entsprechenden Artikel des Telekommunikationsgesetzes (TKG) f&#252;r nichtig erkl&#228;rt. Siehe Pressemitteilung des BVerfG, aus der ich im folgenden zitiere:
Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die Regelungen des TKG und der StPO &#252;ber die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Dienstag hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die seit &#252;ber 2 Jahren geltende gesetzliche Regelung zur <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/02/29/sammel-verfassungsbeschwerde-gegen-vorratsdatenspeicherung-ist-komplett/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung</a> als verfassungswidrig und die entsprechenden Artikel des Telekommunikationsgesetzes (TKG) f&#252;r nichtig erkl&#228;rt. Siehe <a title="Pressemitteilung Nr. 11/2010 vom 2. M&#228;rz 2010" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html" target="_blank">Pressemitteilung des BVerfG</a>, aus der ich im folgenden zitiere:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die Regelungen des TKG und der StPO &#252;ber die Vorratsdatenspeicherung mit Art. 10 Abs. 1 GG nicht vereinbar sind. [...] Die Regelung ist damit insgesamt verfassungswidrig und nichtig.</span></p></blockquote>
<p>Damit haben die Beschwerdef&#252;hrer, u.a. auch der von mir und ca. 34.000 weiteren B&#252;rgern bevollm&#228;chtigte Rechtsanwalt Meinhard Starostik vom <a title="AK Vorrat - Chronologie" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/static/verfassungsbeschwerde_de.html" target="_blank">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a>, einen wichtigen Sieg errungen. Der Aufwand hat sich also f&#252;r uns alle gelohnt, die das Grundgesetz (GG) gegen ausufernde &#220;berwachungsphantasien unserer regierenden Politiker sch&#252;tzen wollen.</p>
<p>Trotzdem ist das Urteil mit gemischten Gef&#252;hlen zu sehen und keineswegs Grund zum Ausruhen, da eine Speicherung der Kommunikationsdaten von 82 Mio. B&#252;rgern auf Vorrat nicht schlechthin unvereinbar mit unserem Grundgesetz (Art. 10) sei, wie das BVerfG anf&#252;hrt:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">Eine sechsmonatige anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten f&#252;r qualifizierte Verwendungen im Rahmen der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr und der Aufgaben der Nachrichtendienste, wie sie die §§ 113a, 113b TKG anordnen, ist mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar.</span></p></blockquote>
<p>Das BVerfG macht in der Urteilsbegr&#252;ndung recht detaillierte Auflagen, wie eine dem Grundgesetz entsprechende Regelung zur Vorratsdatenspeicherung aussehen k&#246;nnte. Soll soll &#8220;<span style="color: #800000;">die vorgesehene Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten nicht direkt durch den Staat, sondern durch eine Verpflichtung der privaten Diensteanbieter verwirklicht</span>&#8221; werden. Dann k&#246;nne selbst bei Speicherung f&#252;r 6 Monate noch nicht von Totalerfassung die Rede sein. Gleichzeitig macht das BVerfG aber klar, dass weitere Datensammlungen des Staates (die nicht weiter genannt werden, aber z.B. <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2010/02/13/neues-von-elena/" target="_blank">ELENA</a> betreffen k&#246;nnten) damit kritischer zu bewerten sind, da eine Vorratsdatenspeicherung aller Telekommunikationsverkehrsdaten eine Ausnahme sein soll:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">Die verfassungsrechtliche Unbedenklichkeit einer vorsorglich anlasslosen Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten setzt voraus, dass diese eine Ausnahme bleibt.</span></p></blockquote>
<p><span style="color: #800000;"><span style="color: #000000;">Sprich: Wenn der Staat z.B. eine </span></span>neue Regelung zur Vorratsdatenspeicherung einf&#252;hren wollte, die so weit gehen w&#252;rde, wie das BVerfG eben noch duldet, dann wird es eng mit anderen &#220;berwachungs- und Erfassungsma&#223;nahmen. Wollen wir hoffen, dass das BVerfG das ernst meint. Das BVerfG nennt Ma&#223;st&#228;be f&#252;r eine verfassungsgem&#228;&#223;e Regelung zur Vorratsdatenspeicherung:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">Angesichts des besonderen Gewichts einer vorsorglichen Telekommunikationsverkehrsdatenspeicherung ist diese nur dann mit Art. 10 Abs. 1 GG vereinbar, wenn ihre Ausgestaltung besonderen verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht. Es bedarf insoweit hinreichend anspruchsvoller und normenklarer Regelungen zur Datensicherheit, zur Begrenzung der Datenverwendung, zur Transparenz und zum Rechtsschutz.</span></p></blockquote>
<p>Mich wundert ein wenig, dass das BVerfG nur den Schutzbereich des Art. 10  (Fernmeldegeheimnis) erw&#228;hnt. Gibt es nicht auch andere Artikel im GG, die zu beachten sind? Was ist mit dem <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/02/27/bundesverfassungsgericht-verbietet-heimliche-online-durchsuchungen-gemaess-aktuellem-nrw-gesetz/" target="_blank">neu geschaffenen</a> Grundrecht “<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grundrecht_auf_Gew%C3%A4hrleistung_der_Vertraulichkeit_und_Integrit%C3%A4t_informationstechnischer_Systeme" target="_blank">auf Gew&#228;hrleistung der Vertraulichkeit und  Integrit&#228;t informationstechnischer Systeme</a>”?</p>
<p>Aus den unten aufgef&#252;hrten Quellen kann man weitere Infos zum Urteil und zur Tragweite der Entscheidung erlangen. Besonders sei hier auf einen <a title="Urteil zur Vorratsdatenspeicherung: Verfassungsrechtlicher Opportunismus" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4668" target="_blank">Artikel in den NachDenkSeiten</a> verwiesen, der sich recht detailliert mit dem Urteil besch&#228;ftigt und dem Gericht verfassungsrechtlichen Opportunismus vorwirft, ich zitiere:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">[...] Das Kuschen des Bundesverfassungsgerichts vor dem Europ&#228;ischen Recht und  vor dem Europ&#228;ischen Gerichtshof in Luxemburg belegt, dass Karlsruhe  das Grundgesetz nicht offensiv gegen&#252;ber der europ&#228;ischen Ebene  verteidigt, sondern sich europ&#228;ischen Vorgaben kritiklos anpasst und nur  noch innerstaatlich versucht, das Grundgesetz zu retten – was davon  nach der Vorgabe aus Br&#252;ssel oder Luxemburg eben noch zu retten ist. [...]<br />
</span></p></blockquote>
<p>In der Tat sind dem Gesetzgeber zwar hohe Auflagen gemacht worden, aber ein umfassender Schutz unserer Grundrechte sieht anders aus. Wir m&#252;ssen also dran bleiben. Vor allem die Assimilierung und Aush&#246;hlung unserer Rechte auf europ&#228;ischer Ebene muss gestoppt werden.</p>
<p><span style="color: #000000;">Weitere Infos zum Urteil und der Debatte nach dem Urteil:</span></p>
<ul>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Karlsruhe-kippt-Vorratsdatenspeicherung-2-Update-943695.html" target="_blank">Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung</a> (Heise)</li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Urteil-zur-Vorratsdatenspeicherung-laesst-weiten-Interpretationsraum-944249.html" target="_blank">Urteil zur Vorratsdatenspeicherung l&#228;sst weiten Interpretationsraum</a> (Heise)</li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/CDU-CSU-und-Polizei-wollen-rasch-neue-Vorratsdatenspeicherung-945359.html" target="_blank">CDU/CSU und Polizei wollen rasch neue Vorratsdatenspeicherung</a> (Heise)</li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesverfassungsgericht-legt-Huerde-fuer-kuenftige-Vorratsdatenspeicherung-hoch-944021.html" target="_blank">Bundesverfassungsgericht legt H&#252;rde f&#252;r k&#252;nftige Vorratsdatenspeicherung hoch</a> (Heise)</li>
<li><a title="AK Vorrat" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/356/1/lang,de/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung: N&#252;tzlichkeit ist nicht gleich Sicherheit!</a> (AK Vorrat)</li>
<li><a title="AK Vorrat" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/355/79/lang,de/" target="_blank">Nach Urteil: AK Vorratsdatenspeicherung fordert Aufhebung der Vorratsdatenspeicherung in ganz Europa</a> (AK Vorrat)</li>
<li><a title="Piratenpartei" href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100302-Ein-Sieg-der-Buergerrechte-Vorratsdatenspeicherung-ist-verfassungswidrig" target="_blank">Ein Sieg der B&#252;rgerrechte &#8211; Vorratsdatenspeicherung ist verfassungswidrig</a> (Piratenpartei)</li>
<li><a title="FoeBuD" href="http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/vds-verfassungswidrig/" target="_blank">Urteil des Bundesverfassungsgerichtes: Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig</a> (FoeBuD e.V.)</li>
<li><a title="netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2010/30-terabyte-fuer-die-vds/" target="_blank">30 Terabyte f&#252;r die VdS</a> (netzpolitik.org)</li>
<li><a title="ravenhorst" href="http://blog.kairaven.de/archives/1833-Das-vorlaeufige-Stopp-Schild-fuer-die-Vorratsdatenspeicherung.html" target="_blank">Das vorl&#228;ufige Stopp-Schild f&#252;r die Vorratsdatenspeicherung</a> (ravenhorst)</li>
<li><a title="ravenhorst" href="http://blog.kairaven.de/archives/1834-Wortwechsel-um-VDS-Urteil-und-Datenschutz.html" target="_blank">Wortwechsel um VDS-Urteil und Datenschutz</a> (ravenhorst) (<a title="Deutschlandradio" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/03/05/drk_20100305_1907_7d30b4de.mp3" target="_blank">MP3</a> im Deutschlandradio)</li>
<li><a title="Tagesschau" href="http://www.tagesschau.de/inland/bundesverfassungsgericht144.html" target="_blank">Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung</a> (Tagesschau), <a title="Tagesschau" href="http://www.tagesschau.de/inland/kommentarvorratsdaten100.html" target="_blank">Kommentar</a></li>
<li><a title="Teltarif" href="http://www.teltarif.de/bundesverfassungsgericht-kippt-vorratsdatenspeicherung/news/37828.html" target="_blank">Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung</a> (Teltarif)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>M&#252;ndliche Verhandlung zur Vorratsdatenspeicherung</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/12/16/muendliche-verhandlung-zur-vorratsdatenspeicherung/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 17:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern fand die m&#252;ndliche Verhandlung zur Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung vor dem Bundesverfassungsgericht statt. Ich habe in diesem Blog schon des &#246;fteren &#252;ber das entsprechende Gesetz und dessen Auswirkungen berichtet. Da ich streng gegen das Gesetz bin, habe ich mich &#8211; wie fast 35.000 andere B&#252;rger auch &#8211; an der Sammelbeschwerde vom AK Vorrat beteiligt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kruedewagen.de/blog/wp-content/uploads/ak-vorrat-banner_15-12-2009.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1119" title="ak-vorrat-banner_15-12-2009" src="http://www.kruedewagen.de/blog/wp-content/uploads/ak-vorrat-banner_15-12-2009.png" alt="ak-vorrat-banner_15-12-2009" width="522" height="217" /></a>Gestern fand die m&#252;ndliche Verhandlung zur Verfassungsbeschwerde gegen die <strong>Vorratsdatenspeicherung</strong> vor dem Bundesverfassungsgericht statt. Ich habe in diesem Blog schon des &#246;fteren &#252;ber das entsprechende Gesetz und dessen Auswirkungen <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/tag/vorratsdatenspeicherung/" target="_blank">berichtet</a>. Da ich streng gegen das Gesetz bin, habe ich mich &#8211; wie fast 35.000 andere B&#252;rger auch &#8211; an der <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/01/02/verfassungsbeschwerde-und-eilantrag-gegen-vorratsdatenspeicherung/" target="_blank">Sammelbeschwerde</a> vom <a title="AK Vorrat" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de" target="_blank">AK Vorrat</a> beteiligt. Denn das Gesetz verst&#246;&#223;t massiv gegen unsere im Grundgesetz verankerten Rechte und bedroht Freiheit und Demokratie durch Einf&#252;hrung totalit&#228;rer Methoden.</p>
<p>&#220;ber die Linkliste weiter unten kann man sich detailliert &#252;ber den Verhandlungsverlauf informieren. Interessant finde ich vor allem, dass das Bundesverfassungsgericht nicht nur schwere Bedenken gegen den Zugriff auf die Daten, sondern nun auch gegen die Speicherung an sich angemeldet hat. Denn bislang wurde <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/03/19/bundesverfassungsgericht-schraenkt-gesetz-zur-vorratsdatenspeicherung-vorerst-ein/" target="_blank">nur der Zugriff eingeschr&#228;nkt</a>. Eine Kernfrage ist in der Tat, wohin das am Ende f&#252;hren kann und welche Daten vom B&#252;rger demn&#228;chst noch erfasst werden sollen. Ich hoffe, dass das Bundesverfassungsgericht im Sinne unserer Verfassung urteilen wird und das Gesetz vollst&#228;ndig kippt. Eine Datenerfassung (also nicht nur der Zugriff) ausschlie&#223;lich bei hinreichendem Verdacht w&#228;re die einzig tolerierbare Alternative.</p>
<p>Eine Ausnahmeregelung f&#252;r bestimmte Berufsgruppen wie Steuerberater, &#196;rzte oder Journalisten lehne ich &#252;brigens ab: Wieso soll das Erfassen meiner kompletten elektronischen Kommunikation davon abh&#228;ngen, welchen Beruf ich aus&#252;be? Werden sich dann bald alle potentiellen Straft&#228;ter und Terroristen einen Journalisten- oder Anwalts-Ausweis zulegen, um dem &#220;berwachungsnetz zu entgehen?</p>
<p>Weitere Infos dazu:</p>
<ul>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Vorratsdatenspeicherung-vor-dem-Bundesverfassungsgericht-Kritische-Fragen-schwere-Bedenken-Update-886749.html" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung vor dem Bundesverfassungsgericht: Kritische Fragen, schwere Bedenken</a> (Heise)</li>
<li><a title="AK Vorrat" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/static/verfassungsbeschwerde_de.html" target="_blank">Verfahrensstand beim AK Vorrat</a> mit Links zu allen Stellungnahmen</li>
<li><a title="netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2009/ticker-muendliche-anhoerung-zur-vorratsdatenspeicherung/" target="_blank">Ticker: M&#252;ndliche Anh&#246;rung zur Vorratsdatenspeicherung</a> (Gerichtsprotokoll auf netzpolitik.org)</li>
<li><a title="netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2009/medienspiegel-muendliche-anhoerung-zur-vorratsdatenspeicherung/" target="_blank">Medienspiegel: M&#252;ndliche Anh&#246;rung zur Vorratsdatenspeicherung</a> (netzpolitik.org)</li>
<li><a title="netzpolitik.org" href="http://www.netzpolitik.org/2009/heute-muendliche-anhoerung-zur-vorratsdatenspeicherung-in-karlsruhe/" target="_blank">Heute: M&#252;ndliche Anh&#246;rung zur Vorratsdatenspeicherung in Karlsruhe</a> (netzpolitik.org)</li>
<li><a title="Focus" href="http://www.focus.de/digital/multimedia/vorratsdatenspeicherung-richter-sehen-gefahr-der-ueberwachung_aid_463366.html" target="_blank">Richter sehen Gefahr der &#220;berwachung</a> (Focus)</li>
<li><a title="Focus" href="http://www.focus.de/digital/multimedia/vorratsdatenspeicherung-bewegungsprofil-vom-telefonkunden_aid_463358.html" target="_blank">Bewegungsprofil vom Telefonkunden</a> (Focus)</li>
<li><a title="teltarif.de" href="http://www.teltarif.de/vorratsdatenspeicherung-bundesverfassungsgericht-beschwerden-politik/news/36875.html" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung: Verfassungsgericht hegt Zweifel</a> (teltarif.de)</li>
</ul>
<p><em>Quelle Bild: <a title="AK Vorrat Bild" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/banner_15-12-2009.png" target="_blank">Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>CDU/FDP: &#220;berwachungsgesetze werden nur m&#228;&#223;ig eingeschr&#228;nkt</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/10/16/cdufdp-ueberwachungsgesetze-werden-nur-maessig-eingeschraenkt/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 14:52:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Web-Sperren]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern Abend hat es bei den Koalitionsverhandlungen eine unerwartet z&#252;gige Einigung zwischen CDU/CSU und FDP gegeben hinsichtlich der offenen Fragen beim Thema Innenpolitik. Streitpunkt waren vor allem die Vorratsdatenspeicherung, das BKA-Gesetz und die Web-Sperren gegen Kinderpornografie. Leider &#8211; aber auch wie zu erwarten war &#8211; sind diese &#220;berwachungsgesetze nur m&#228;&#223;ig eingeschr&#228;nkt worden. Um es gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern Abend hat es bei den <strong>Koalitionsverhandlungen</strong> eine unerwartet <a title="Heise: Koalitionsvereinbarung: Web-Sperren weg, Vorratsdatenspeicherung eingeschr&#228;nkt" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Koalitionsvereinbarung-Web-Sperren-weg-Vorratsdatenspeicherung-eingeschraenkt-831418.html" target="_blank">z&#252;gige Einigung zwischen CDU/CSU und FDP</a> gegeben hinsichtlich der offenen Fragen beim Thema Innenpolitik. Streitpunkt waren vor allem die <strong>Vorratsdatenspeicherung</strong>, das <strong>BKA-Gesetz</strong> und die <strong>Web-Sperren</strong> gegen Kinderpornografie. Leider &#8211; aber auch wie zu erwarten war &#8211; sind diese &#220;berwachungsgesetze nur m&#228;&#223;ig eingeschr&#228;nkt worden. Um es gleich zu sagen: Was uns von den designierten Koalitionspartnern als gro&#223;er Sieg der B&#252;rgerrechte verkauft wird, ist zum gr&#246;&#223;ten Teil eine Mogelpackung.</p>
<p>Bei der <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/tag/vorratsdatenspeicherung/" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung</a> ist n&#228;mlich so gut wie gar nichts ge&#228;ndert worden. Es soll weiter verdachtslos f&#252;r 6 Monate <strong>protokolliert</strong> werden, mit wem ich wann und wo telefoniert habe, wem ich wann und wo eine Email oder SMS geschrieben oder empfangen habe und welche IP-Adresse ich beim Surfen im Internet verwendet habe. Lediglich die <strong>Auswertung</strong> dieser Daten soll auf schwere Gefahrensituationen begrenzt werden, zumindest bis das BVerfG in der Sache endg&#252;ltig entscheidet. Man muss sich bewusst machen: Das BVerfG hat diese <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/03/19/bundesverfassungsgericht-schraenkt-gesetz-zur-vorratsdatenspeicherung-vorerst-ein/" target="_blank">Einschr&#228;nkung jedoch schon im M&#228;rz 2008</a> verk&#252;ndet. Was da nun verbessert worden sein soll, erschlie&#223;t sich mir nicht. Es wird also munter weiter gespeichert. Es muss aber das Ziel sein, die Speicherung der Daten eben nicht pauschal zu erlauben, sondern schon bei der Speicherung sehr hohe H&#252;rden zu setzen. Die <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/02/29/sammel-verfassungsbeschwerde-gegen-vorratsdatenspeicherung-ist-komplett/" target="_blank">Verfassungsklagen</a> m&#252;ssen also aufrecht erhalten bleiben.</p>
<p>Bei den <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/07/11/gesetz-zu-web-sperren-endgueltig-beschlossene-sache/" target="_blank">Web-Sperren</a> ist in der Tat ein signifikanter Erfolg verzeichnet worden, zumindest bis auf weiteres. Denn die Sperrlisten sollen vom BKA f&#252;r ein Jahr weder erstellt noch an die Provider weitergegeben werden. Vielmehr soll ein Jahr lang versucht werden, die betreffenden Seiten zu l&#246;schen. Das Gesetz wird aber wohl dennoch in Kraft treten, so dass die Sperren eben noch nicht vom Tisch sind. Inwiefern das problematisch sein kann, wird bei <a title="Schwarz-Gelb einig bei Innenpolitik?" href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-einig-bei-innenpolitik/" target="_blank">netzpolitik.org</a> er&#246;rtert. Und die Zensurinfrastruktur ist erstmal geschaffen und kann jederzeit wieder aktiviert werden.<br />
Trotzdem: Diese Wendung hin zum <a title="AK Zensur" href="http://ak-zensur.de/" target="_blank">L&#246;schen statt Sperren</a> ist durchaus ein gro&#223;er Erfolg der Kritiker und B&#252;rgerrechtler. Vor allem gilt der Dank den Teilnehmern an <a title="AK Zensur" href="http://www.ak-zensur.de" target="_blank">Arbeitskreisen</a>, <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/05/08/aktuelles-zur-internetzensur-petition/" target="_blank">Petitionen</a>, <a title="FoeBuD" href="http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/freiheit-ist-keine-verhandlungsmasse" target="_blank">Unterschriftsaktionen</a> und <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/09/13/demo-freiheit-statt-angst-3/" target="_blank">Demos</a>. Und nicht zuletzt der <a title="Piratenpartei" href="http://www.piratenpartei.de" target="_blank">Piratenpartei</a>. Die FDP konnte eigentlich nicht anders, als sich hier in Szene zu setzen. Vielleicht ist aber auch bei vielen in der CDU langsam die Einsicht gekommen, dass das Zugangserschwerungsgesetz untauglich und dilettantisch ist. Selbst <a title="Heise: Sch&#228;uble: Mehr Regeln im Netz" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schaeuble-Mehr-Regeln-im-Netz-821144.html" target="_blank">Herr Sch&#228;uble</a> hat sich dazu ge&#228;u&#223;ert. Wir m&#252;ssen aber auch hier dran bleiben.</p>
<p>Das <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/tag/bka-gesetz/" target="_blank">BKA-Gesetz</a>, gegen das ebenfalls eine Verfassungsklage ansteht, wurde demgegen&#252;ber nur leicht kosmetisch eingeschr&#228;nkt. Verdeckte Online-Durchsuchungen sind weiterhin gesetzliches Mittel zur Strafverfolgung.</p>
<p>Insgesamt also eine Reihe von Kompromissen, deren praktische Implementierung und Wirkung erst abgewartet werden m&#252;ssen. B&#252;rgerrechtler sind weiterhin dringend erforderlich, denn der Kampf ist noch nicht vorbei. Welche Punkte sonst noch auf der Agenda stehen sollten, hat heute der <strong>Chaos Computer Club</strong> &#252;beraus eindrucksvoll als <a title="CCC" href="http://www.ccc.de/updates/2009/pm-spickzettel" target="_blank">Spickzettel digitaler B&#252;rgerrechte</a> publiziert.</p>
<p><strong>Update:</strong> Erste Reaktionen und weitere Links zu den Einigungen:</p>
<ul>
<li><a title="Spiegel Online Netzwelt" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,655565,00.html" target="_blank">Stoppschild f&#252;r Zensursula</a> (Spiegel Netzwelt) &#8211; <em>eine sehr gute Zusammenfassung und Beurteilung der Ergebnisse</em></li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gemischte-Reaktionen-auf-Koalitionsabsprachen-zur-Innenpolitik-832145.html" target="_blank">Gemischte Reaktionen auf Koalitionsabsprachen zur Innenpolitik</a> (Heise)</li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gerhart-Baum-haelt-Verfassungsklage-gegen-Vorratsdatenspeicherung-aufrecht-832201.html" target="_blank">Gerhart Baum h&#228;lt Verfassungsklage gegen Vorratsdatenspeicherung aufrecht</a> (Heise)</li>
</ul>
<p>F&#252;r besonders erw&#228;hnenswert finde ich die Tatsache, dass der <strong>Einsatz der Bundeswehr im Innern</strong> vom Tisch ist. Das h&#228;tte wirklich einen Dammbruch bedeutet.</p>
<p><strong>Update 2:</strong> Der FoeBuD e.V. hat inzwischen eine <a title="FoeBuD e.V.: Freiheit als Verhandlungsmasse: Die schwarz-gelben Kompromisse bei den B&#252;rgerrechten" href="https://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/freiheit-als-verhandlungsmasse" target="_blank">Beurteilung der Ergebnisse</a> ver&#246;ffentlicht, die sich stark mit meinen Einsch&#228;tzungen deckt. Auch der <a title="B&#252;rgerrechtler: Kompromiss zur Vorratsdatenspeicherung unverst&#228;ndlich und inakzeptabel" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=340&amp;Itemid=55" target="_blank">AK Vorrat hat reagiert</a> und bezeichnet die Einigung als v&#246;llig unzureichend.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verfassungsbeschwerde gegen BKA-Gesetz</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/04/24/verfassungsbeschwerde-gegen-bka-gesetz/</link>
		<comments>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/04/24/verfassungsbeschwerde-gegen-bka-gesetz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 09:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[BKA-Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Grundrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber das BKA-Gesetz habe ich mehrfach berichtet. Nun wurde erfreulicherweise dagegen eine weitere Verfassungsbeschwerde von einigen prominenten Beschwerdef&#252;hrern eingereicht.
Infos dazu:

Verfassungsbeschwerde gegen BKA-Gesetz vorgestellt (Heise)
BKA-Gesetz besch&#228;ftigt Karlsruhe (FTD)

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber das BKA-Gesetz habe ich <a title="BKA-Gesetz" href="http://www.kruedewagen.de/blog/tag/bka-gesetz/" target="_blank">mehrfach berichtet</a>. Nun wurde erfreulicherweise dagegen eine weitere Verfassungsbeschwerde von einigen prominenten Beschwerdef&#252;hrern eingereicht.</p>
<p>Infos dazu:</p>
<ul>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/Verfassungsbeschwerde-gegen-BKA-Gesetz-vorgestellt--/meldung/136681" target="_blank">Verfassungsbeschwerde gegen BKA-Gesetz vorgestellt</a> (Heise)</li>
<li><a title="FTD" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Verfassungsbeschwerde-BKA-Gesetz-besch%E4ftigt-Karlsruhe/504275.html" target="_blank">BKA-Gesetz besch&#228;ftigt Karlsruhe</a> (FTD)</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Verwendung von Wahlcomputern verfassungswidrig</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/03/03/verwendung-von-wahlcomputern-verfassungswidrig/</link>
		<comments>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/03/03/verwendung-von-wahlcomputern-verfassungswidrig/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 16:28:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kruedewagen.de/blog/?p=350</guid>
		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht hat heute entschieden, dass die Verwendung von Wahlcomputern, die bisher bei Bundestagswahlen eingesetzt wurden, verfassungswidrig ist. Damit schlie&#223;t sich das Gericht der Meinung vieler Experten und logisch denkender Menschen an, die entgegen den Meinungen aus den Innenministerien von Bund und L&#228;ndern nicht der Meinung sind, dass Wahlcomputer hinreichend sicher sind.
Ich habe in meinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesverfassungsgericht hat heute <a title="Verwendung von Wahlcomputern  bei der Bundestagswahl 2005 verfassungswidrig" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg09-019" target="_blank">entschieden</a>, dass die Verwendung von <strong>Wahlcomputern</strong>, die bisher bei Bundestagswahlen eingesetzt wurden, <strong>verfassungswidrig</strong> ist. Damit schlie&#223;t sich das Gericht der Meinung vieler Experten und logisch denkender Menschen an, die entgegen den Meinungen aus den Innenministerien von Bund und L&#228;ndern nicht der Meinung sind, dass Wahlcomputer hinreichend sicher sind.</p>
<p>Ich habe in meinem Blog schon des &#246;fteren auf <strong>grunds&#228;tzliche Probleme</strong> mit Wahlcomputern (sinnvoll abgek&#252;rzt WC) hingewiesen (siehe [<a title="Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/10/31/wahlcomputer-muessen-abgewaehlt-werden/" target="_blank">1</a>],[<a title="Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/01/27/wahlcomputer-in-hessen-demokratisch-ist-anders/" target="_blank">2</a>]). Daher kann man dem BVerfG nur zu diesem Urteil gratulieren. Leider m&#252;ssen die Verfassungsbrecher, die verantwortlichen Politiker, wieder einmal nicht f&#252;r ihr Handeln gerade stehen. Vom wirtschaftliche Schaden einmal abgesehen.</p>
<p>Nun bleibt abzuwarten, wie die Politik auf dieses Urteil reagiert. Denn das BVerfG hat nicht grunds&#228;tzlich den Einsatz von Wahlcomputern verboten. Das war auch nicht zu erwarten. Vielmehr muss f&#252;r die Verwendung von Wahlcomputern &#8220;<strong>die Wahrung des verfassungsrechtlichen Grundsatzes der &#214;ffentlichkeit der Wahl</strong>&#8221; gew&#228;hrleistet werden. Der W&#228;hler muss den Abstimmungsprozess &#8220;<strong>jederzeit zuverl&#228;ssig und ohne besondere Sachkenntnis nachvollziehen</strong>&#8221; k&#246;nnen. Diese Voraussetzung erf&#252;llt aber bisher kein Wahlcomputer. Spannend wird nun also sein, ob die Politik schnell einen neuen Anlauf mit modifizierten Wahlcomputern unternimmt, die dann wieder gerichtlich angefechtet werden m&#252;ssen. Aus meiner Erfahrung wird es sicherlich solche Politiker geben, die meinen, eine <strong>leichte Modifikation</strong> der Ger&#228;te reiche aus. Oder man wartet ab &#8211; vielleicht sogar viele Jahre &#8211; bis ein wirklich ausgereiftes System verf&#252;gbar ist, das allen Zweifeln erhaben ist. Ich hoffe, das letzere wird der Fall sein &#8211; wenn es denn &#252;berhaupt eine technische L&#246;sung gibt, was angezweifelt werden darf. Denn wenn man auf die Richtigkeit von Wahlergebnissen nicht mehr vertrauen darf, worauf dann noch in einer Demokratie ?</p>
<p>Klar ist: es gibt bisher keinen Wahlcomputer, der den Auflagen des BVerfG entspricht. Letztendlich k&#246;nnte es auch darauf hinauslaufen, dass man Wahlcomputer und ausgef&#252;llte Wahlzettel parallel auswertet und vergleicht. Das Computerergebnis k&#246;nnte dann verifiziert werden. Dabei muss man sich fragen, warum dann ein Wahlcomputer noch n&#246;tig sein soll. Denn ein schnell verf&#252;gbares Ergebnis, eines der Hauptargumente der WC-Lobby,  ist laut BVerfG nicht vorgeschrieben.</p>
<p>Es gibt eine ganze Reihe von Forschungsvorhaben mit einer Vielzahl von Vorschl&#228;gen, wie freie, geheime und nachvollziehbare Wahlen mit Hilfe einer Maschine durchgef&#252;hrt werden k&#246;nnten. Aber ein hinreichend manipulationssicheres und realisierbares  Konzept oder gar eine technische L&#246;sung hat sich noch nicht herauskristallisiert. Bleibt also zu hoffen, dass die Politik &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; auf eine ausgereifte L&#246;sung wartet, bevor m&#252;ndige B&#252;rger wieder vor das BVerfG ziehen m&#252;ssen.</p>
<p>Meldungen dazu:</p>
<ul>
<li><a title="BVerfG" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg09-019" target="_blank">Pressemitteilung Bundesverfassungsgericht</a></li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/Einsatz-von-Wahlmaschinen-bei-Bundestagswahl-war-verfassungswidrig-Update--/meldung/133855" target="_blank">Heise 1</a>, <a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/Karlsruhe-zieht-Black-Box-Voting-den-Stecker--/meldung/133893" target="_blank">Heise 2</a></li>
<li><a title="Focus" href="http://www.focus.de/politik/deutschland/karlsruhe-hohe-huerden-fuer-die-wahl-per-knopfdruck_aid_376629.html" target="_blank">Focus</a>, <a title="Focus" href="http://www.focus.de/digital/computer/tid-13528/wahlcomputer-in-fundamentale-prinzipien-eingegriffen_aid_375797.html" target="_blank">Focus-Interview</a></li>
<li><a title="Spiegel" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,610960,00.html" target="_blank">Spiegel</a>, <a title="Spiegel" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611148,00.html" target="_blank">Spiegel-Kommentar</a></li>
<li><a title="Tagesschau" href="http://www.tageschau.de/inland/wahlcomputer134.html" target="_blank">Tagesschau</a></li>
<li><a title="CCC" href="http://www.ccc.de/updates/2009/wahlcomputer-urteil-bverfg?language=de" target="_blank">CCC</a></li>
<li><a title="netzpolitik.org" href="http://netzpolitik.org/2009/wahlcomputer-interview-mit-andreas-bogk-vom-ccc/" target="_blank">netzpolitik.org &#8211; Interview CCC</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wahlcomputer m&#252;ssen abgew&#228;hlt werden</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2008/10/31/wahlcomputer-muessen-abgewaehlt-werden/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 17:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[CCC]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahlcomputer werden leider schon seit einiger Zeit verst&#228;rkt auch in Deutschland eingesetzt. Genau so lange gibt es aber fundierte Kritik an Wahlcomputern (siehe hier im Blog oder Links unten), denn diese versto&#223;en ganz offensichtlich gegen wichtige Prinzipien freier und geheimer Wahlen, z.B. der Nachvollziehbarkeit und Manipulationssicherheit. Ich kann nur jedem als Protest empfehlen, seine Stimme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wahlcomputer" target="_blank">Wahlcomputer</a> werden leider schon seit einiger Zeit verst&#228;rkt auch in Deutschland eingesetzt. Genau so lange gibt es aber fundierte <strong>Kritik</strong> an Wahlcomputern (siehe <a title="Wahlcomputer in Hessen" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/01/27/wahlcomputer-in-hessen-demokratisch-ist-anders/" target="_self">hier</a> im Blog oder Links unten), denn diese versto&#223;en ganz offensichtlich gegen wichtige Prinzipien freier und geheimer Wahlen, z.B. der <strong>Nachvollziehbarkeit</strong> und <strong>Manipulationssicherheit</strong>. Ich kann nur jedem als Protest empfehlen, seine Stimme an Wahlcomputern generell ung&#252;ltig zu machen.</p>
<p>Das <a title="Bundesverfassungsgericht" href="http://www.heise.de/newsticker/Verfassungsgericht-bereitet-Grundsatzentscheidung-zu-Wahlcomputern-vor--/meldung/118065" target="_blank">Bundesverfassungsgericht</a> muss sich jetzt mit dem Thema befassen, da die Politik es nicht einsehen will, dass die Dinger bis auf weiteres in einer Demokratie nichts zu suchen haben. Stattdessen wird uns versprochen, dass mit Wahlcomputern alles einfacher und billiger werden soll. Dass aber genau das Gegenteil passiert, wurde vielfach bewiesen, l&#228;sst viele Verantwortliche aber kalt. Es wird also Zeit, <strong>dass Wahlcomputer abgew&#228;hlt werden</strong>. Entweder durch zivilen Ungehorsam oder eben durch Gerichte.</p>
<p>Weitere aktuelle Informationen und Nachrichten zum Thema:</p>
<ul>
<li><a title="Brandenburg" href="http://www.heise.de/newsticker/CCC-legt-Abschlussbericht-zur-Wahlbeobachtung-in-Brandenburg-vor--/meldung/117989" target="_blank">Wahlbeobachtung des CCC in Brandenburg</a></li>
<li><a title="Finnland" href="http://www.heise.de/newsticker/Wahlmaschinenfiasko-in-Finnland--/meldung/118109" target="_blank">Wahlprobleme in Finnland</a></li>
<li><a title="Heise-Meldung" href="http://www.heise.de/newsticker/Verfassungsgericht-bereitet-Grundsatzentscheidung-zu-Wahlcomputern-vor--/meldung/118065" target="_blank">Verfassungsgericht bereitet Grundsatzentscheidung zu Wahlcomputern vor</a></li>
<li><a title="BVerfG" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-085" target="_blank">M&#252;ndliche Verhandlung in Sachen &#8220;Wahlcomputer&#8221; beim BVerfG</a></li>
<li><a title="Tagesschau" href="http://www.tagesschau.de/inland/wahlcomputer106.html" target="_blank">Tagesschau</a></li>
<li><a title="FTD" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/431769.html?nv=cd-topnews" target="_blank">FTD: Streit um Wahlcomputer: Verfassungsrichter zweifeln an Sicherheit</a></li>
<li><a title="CCC" href="http://wahlcomputer.ccc.de/" target="_blank">Kampagne gegen Wahlcomputer vom CCC</a></li>
<li>Homer Simpson versucht am Wahlcomputer Obama zu w&#228;hlen, siehe Video</li>
</ul>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/1aBaX9GPSaQ" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
<address>Quelle: <a title="YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=1aBaX9GPSaQ" target="_blank">YouTube</a></address>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Voller Krankenversicherungsbeitrag bei Auszahlung von Direktversicherungen</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2008/05/24/voller-krankenversicherungsbeitrag-bei-auszahlung-von-direktversicherungen/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2008 13:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Direktversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 2004 wird auf die Auszahlung von Direktversicherungen (als eine Form der betrieblichen Altersvorsorge) f&#252;r gesetzlich Versicherte der volle Krankenversicherungsbeitrag f&#228;llig. Diese Abzocke wurde sogar auf Altvertr&#228;ge ausgeweitet ! Von Bestandsschutz will keiner etwas wissen, geht es doch um Milliarden. Wer also auch vor dieser neuen Regelung eine Direktversicherung abgeschlossen hat, die bei 20% Pauschalversteuerung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2004 wird auf die <strong>Auszahlung von <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Direktversicherung" target="_blank">Direktversicherungen</a></strong> (als eine Form der betrieblichen Altersvorsorge) f&#252;r gesetzlich Versicherte der <strong>volle Krankenversicherungsbeitrag</strong> f&#228;llig. Diese <strong>Abzocke</strong> wurde sogar auf Altvertr&#228;ge ausgeweitet ! Von <strong>Bestandsschutz</strong> will keiner etwas wissen, geht es doch um Milliarden. Wer also auch vor dieser neuen Regelung eine Direktversicherung abgeschlossen hat, die bei 20% Pauschalversteuerung der Beitr&#228;ge durchaus attraktiv war, der muss nun von der gesamten ausgezahlten Versicherungssumme ca. 15% an die Krankenkassen abf&#252;hren (&#252;ber 10 Jahre verteilt). Es geht hier also f&#252;r viele um bis zu 10.000€ zus&#228;tzlicher Beitr&#228;ge. Das gilt sowohl f&#252;r regelm&#228;&#223;ige Renten-Zahlungen als auch f&#252;r Einmalzahlungen. Die <strong>Beitragspflicht</strong> bei Einmalzahlungen aus Lebensversicherungen wurde j&#252;ngst vom Bundesverfassungsgericht best&#228;tigt.</p>
<p>Viel schlimmer wird es, wenn man w&#228;hrend der Laufzeit die Direktversicherung <strong>privat</strong> weiterf&#252;hrt, z.B. weil der neue Arbeitgeber die Versicherung nicht weiterf&#252;hrt. Dann werden auf die ab dann eingezahlten ohnehin sozialversicherungspflichtigen Beitr&#228;ge (Nettolohn) am Ende <strong>nochmal</strong> die Krankenversicherungsbeitr&#228;ge f&#228;llig. Denn nur die Beitr&#228;ge im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge sind w&#228;hrend der Ansparphase sozialabgabenfrei. Am Ende der Laufzeit werden die privaten Beitr&#228;ge nicht gesondert behandelt, handelt es sich doch nachwievor um eine betriebliche Altersvorsorge, zumindest auf dem Papier.</p>
<p>Die <strong>Rendite</strong> der Direktversicherung sinkt damit ganz erheblich. Diese Form der Altersvorsorge wird damit praktisch v&#246;llig uninteressant (vor allem f&#252;r Direktversicherungen nach alter Regelung). Zumal Krankenversicherungsbeitr&#228;ge auf <strong>normale Kapitalertr&#228;ge</strong> im Rentenalter nur f&#252;r freiwillig Versicherte erhoben werden. Dabei werden Menschen, die im Berufsleben freiwillig versichert waren, sp&#228;ter zumeist Pflichtversicherte. Wenn man das Geld also <strong>privat sparen</strong> w&#252;rde, bliebe das Ersparte nach jetzigem Recht fast immer krankenversicherungsfrei. Aber wer wei&#223; schon, was sich der Gesetzgeber noch einfallen l&#228;sst, um sp&#228;ter an unser Geld zu kommen.</p>
<p>Ach ja, noch etwas: <strong>Privat Versicherte</strong> zahlen &#252;berhaupt keine Krankenversicherungsbeitr&#228;ge auf Auszahlungen einer Direktversicherung ! Woher stammt eigentlich der Begriff &#8220;Rechtsstaat&#8221; ?</p>
<p><strong>Meldungen und mehr Infos dazu:</strong></p>
<ul>
<li><a title="Focus" href="http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/direktversicherungen-gericht-bestaetigt-beitragspflicht_aid_302108.html" target="_blank">Focus: Gericht best&#228;tigt Beitragspflicht</a></li>
<li><a title="BVerfG" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-056.html" target="_blank">Pressemitteilung Bundesverfassungsgericht</a></li>
<li><a title="altersdiskriminierung.de" href="http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2578" target="_blank">Artikel auf altersdiskriminierung.de</a></li>
<li><a title="finanztip.de" href="http://www.finanztip.de/tip/finanzen/betriebsrente-gesetzliche-krankenversicherung.htm" target="_blank">Auszahlung Direktversicherung kostet Beitr&#228;ge f&#252;r gesetzliche Krankenversicherung</a></li>
<li><a title="handwerksblatt.de" href="http://www.handwerksblatt.de/Handwerk/Mittelstand/Betrieb/6511.html" target="_blank">Direktversicherung: Jetzt kassiert die Krankenkasse doppelt</a></li>
<li><a title="frag-einen-anwalt.de" href="http://www.frag-einen-anwalt.de/Krankenkassenbeitrag-auf-Direktversicherung---privat-weitergef%C3%BChrt.-__f61321.html" target="_blank">Krankenkassenbeitrag auf Direktversicherung &#8211; privat weitergef&#252;hrt<br />
</a></li>
<li><a title="KV Rentner" href="http://www.geldvomstaat24.de/2008/01/23/vorteile-des-pflichtversicherten-rentners-gegenueber-dem-freiwillig-versicherten-rentner/" target="_blank">Gesetzliche Krankenversicherung der Renter I</a></li>
<li><a title="KV Rentner" href="http://www.private-krankenversicherung-net.de/lexikon/k-krankenversicherung-der-rentner-kvdr.html" target="_blank">Gesetzliche Krankenversicherung der Renter II<br />
</a></li>
<li><a title="Neuregelung 2002" href="http://www.g-k-v.com/gkv/index.php?id=302" target="_blank">Neuregelung bei der Krankenversicherung der Renter 2002</a> (GKV)</li>
<li><a title="wer weiss was" href="http://www.wer-weiss-was.de/theme67/article3646254.html" target="_blank">Private Beitr&#228;ge und Krankenversicherung</a> (Forum)</li>
<li><a title="Nachdenkseiten" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=2542" target="_blank">NachDenkSeiten &#252;ber Gehaltsumwandlung</a></li>
<p><strong> </strong></ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bundesverfassungsgericht schr&#228;nkt Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung vorerst ein</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2008/03/19/bundesverfassungsgericht-schraenkt-gesetz-zur-vorratsdatenspeicherung-vorerst-ein/</link>
		<comments>http://www.kruedewagen.de/blog/2008/03/19/bundesverfassungsgericht-schraenkt-gesetz-zur-vorratsdatenspeicherung-vorerst-ein/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 16:52:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das BVerfG hat heute &#252;ber den Eilantrag entschieden, der Ende 2007 zusammen mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung eingereicht wurde. Danach wurden Teile des beschlossenen Gesetzes au&#223;er Kraft gesetzt. Die Datenspeicherung an sich sei nach derzeitiger Sachlage vorl&#228;ufig nicht zu beanstanden. Jedoch wurden die Bedingungen f&#252;r den Abruf und die Nutzung der Daten stark eingeschr&#228;nkt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das BVerfG hat heute &#252;ber den Eilantrag entschieden, der Ende 2007 zusammen mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung <a title="Eilantrag eingereicht" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/01/02/verfassungsbeschwerde-und-eilantrag-gegen-vorratsdatenspeicherung/" target="_blank">eingereicht</a> wurde. Danach wurden Teile des beschlossenen Gesetzes au&#223;er Kraft gesetzt. Die Datenspeicherung an sich sei nach derzeitiger Sachlage vorl&#228;ufig nicht zu beanstanden. Jedoch wurden die <strong>Bedingungen f&#252;r den Abruf und die Nutzung</strong> der Daten stark eingeschr&#228;nkt. So soll auf die Vorratsdaten nur bei <strong>schweren Straftaten</strong> zugegriffen werden d&#252;rfen, wobei man diesbez&#252;glich dem k&#252;rzlichen Urteil zur <a title="Online-Durchsuchung" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/02/27/bundesverfassungsgericht-verbietet-heimliche-online-durchsuchungen-gemaess-aktuellem-nrw-gesetz/" target="_blank">Online-Durchsuchung</a> folgt. Der im Gesetz vorgesehene Zugriff wegen leichter und &#8220;per Telekommunikation begangener&#8221; Straftaten wurde <strong>verboten</strong>. Insofern kann hier von einem Teilerfolg f&#252;r die Beschwerdef&#252;hrer gesprochen werden.</p>
<p>Zitat aus der <a title="BVerfG Presse" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-037.html" target="_blank">Pressemitteilung</a>:</p>
<blockquote><p>[...] <span style="color: #660000;"><em>Sie sind jedoch nur dann an die Strafverfolgungsbeh&#246;rde zu &#252;bermitteln, wenn Gegenstand des Ermittlungsverfahrens eine schwere Straftat im Sinne des § 100a Abs. 2 StPO ist, die auch im Einzelfall schwer wiegt, der Verdacht durch bestimmte Tatsachen begr&#252;ndet ist und die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise wesentlich erschwert oder aussichtslos w&#228;re (§ 100a Abs. 1 StPO).</em></span>[...]</p></blockquote>
<p>Leider ist das Speichern der Daten also derzeit nicht verboten worden. Man muss auf jeden Fall noch das eigentliche Urteil abwarten. Es steht zu bef&#252;rchten, dass die Vorratsdatenspeicherung nicht komplett gekippt, sondern nur stark eingeschr&#228;nkt wird. Knackpunkt wird sein, ob und wie weit noch das eigentliche verdachtslose Erfassen und Speichern der Telekommunikationsverbindungsdaten eingeschr&#228;nkt wird. Eine alleinige Einschr&#228;nkung der Nutzung der Daten w&#228;re sicherlich nicht als der ganz gro&#223;e Erfolg zu bewerten. Denn der Grundsatz eines guten Datenschutzes &#8211; auch und vor allem im Sinne der Freiheitsrechte &#8211; ist und bleibt die Datenvermeidung.</p>
<p>Meldungen und Meinungen dazu:</p>
<ul>
<li><a title="BVerfG Presse" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-037.html" target="_blank">Pressemitteilung BVerfG</a></li>
<li><a title="AK Vorrat" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/209/1/lang,de/" target="_blank">AK Vorrat</a></li>
<li><a title="netzpolitik.org" href="http://netzpolitik.org/2008/karlsruhe-schraenkt-vorratsdatenspeicherung-ein/" target="_blank">netzpolitik.org</a></li>
<li><a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/Bundesverfassungsgericht-schraenkt-Vorratsdatenspeicherung-ein--/meldung/105284" target="_blank">Heise</a></li>
<li><a title="S&#252;ddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/745/164283/" target="_blank">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> (sehr empfehlenswert)</li>
<li><a title="Focus" href="http://www.focus.de/politik/deutschland/vorratsdatenspeicherung_aid_265840.html" target="_blank">Focus</a></li>
<li><a title="Spiegel" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,542335,00.html" target="_blank">Spiegel</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Scanning von Autokennzeichen verfassungswidrig</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2008/03/11/scanning-von-autokennzeichen-verfassungswidrig/</link>
		<comments>http://www.kruedewagen.de/blog/2008/03/11/scanning-von-autokennzeichen-verfassungswidrig/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 16:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[KFZ-Scanning]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung60]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesverfassungsgericht hat heute wieder einmal bewiesen, dass die Freiheitsrechte der B&#252;rger ein hohes Gut sind und immer wieder gegen den Gesetzgeber verteidigt werden m&#252;ssen. Denn es erkl&#228;rte das automatische, verdachtslose und massenhafte Erfassen von Autokennzeichen in Hessen und Schleswig-Holstein f&#252;r verfassungswidrig.
Meldungen dazu:

Pressemitteilung vom Bundesverfassungsgericht 
Heise, Heise 2
Focus 1, Focus 2
Tagesschau

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesverfassungsgericht hat heute wieder einmal bewiesen, dass die Freiheitsrechte der B&uuml;rger ein hohes Gut sind und immer wieder gegen den Gesetzgeber verteidigt werden m&uuml;ssen. Denn <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-027" target="_blank" title="BVG Pressemitteilung">es erkl&auml;rte</a> das automatische, verdachtslose und massenhafte <a href="http://www.kruedewagen.de/blog/2008/01/29/videoueberwachung-von-autofahrern/" target="_blank" title="Blog">Erfassen von Autokennzeichen</a> in Hessen und Schleswig-Holstein f&uuml;r <strong>verfassungswidrig</strong>.</p>
<p>Meldungen dazu:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg08-027" target="_blank" title="BVG Pressemitteilung">Pressemitteilung vom Bundesverfassungsgericht </a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/104853" target="_blank" title="Heise">Heise</a>, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/104890" target="_blank" title="Heise 2">Heise 2</a></li>
<li><a href="http://www.focus.de/digital/multimedia/bundesverfassungsgericht_aid_264698.html" target="_blank" title="Focus">Focus 1</a>, <a href="http://www.focus.de/digital/multimedia/datenschutz_aid_264695.html" target="_blank" title="Focus">Focus 2</a></li>
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