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	<title>Krüdewagen Blog &#187; Rheinische Post</title>
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		<title>Rheinische Post zur Korrektur der Vorratsdatenspeicherung</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 09:39:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer wieder gerne lege ich die Finger in die Wunde der politischen Meinungsmache in den Medien. Die Rheinische Post (RP), immer noch meine lokale Zeitung auf Papier, ist in dieser Hinsicht schon l&#228;nger auff&#228;llig. Nachdem gestern die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zur Innenpolitik bekannt wurden, schreibt heute die RP auf der Politik-Seite A4 zu den gekl&#228;rten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder gerne lege ich die Finger in die Wunde der politischen Meinungsmache in den Medien. Die Rheinische Post (RP), immer noch meine lokale Zeitung auf Papier, ist in dieser Hinsicht schon l&#228;nger auff&#228;llig. Nachdem gestern die <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/10/16/cdufdp-ueberwachungsgesetze-werden-nur-maessig-eingeschraenkt/" target="_blank">Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zur Innenpolitik</a> bekannt wurden, schreibt heute die RP auf der Politik-Seite A4 zu den gekl&#228;rten Punkten der Verhandlungen:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;"> [...] Speicherung von Telefondaten nur bei schwerer Gefahrenlage [...]</span></p></blockquote>
<p>Entweder ist das eine bewusste Irref&#252;hrung der traditionellen Zeitungsleser oder das Ergebnis schlechter Recherche bzw. Unkenntnis in der Sache. Denn die Daten werden auch weiterhin munter gespeichert (und nicht nur die Telefondaten!). Nur die <strong>Auswertung</strong> soll bei &#8220;schwerwiegende Gefahrensituationen&#8221; erfolgen, <a title="Telepolis: Schwere Straftaten – ein zweckdienlicher Kunstbegriff" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29512/1.html" target="_blank">was auch immer dies bedeutet</a> und sicherlich schnell an die Gegebenheiten angepasst werden kann.</p>
<p>In der <a title="RP-Online: Schwarz-Gelb: Das steht schon fest" href="http://www.rp-online.de/public/bildershowinline/aktuelles/politik/deutschland/49133" target="_blank">Online-Version der RP</a> (Reiter 9) findet man hingegen die <strong>korrekten Fakten</strong>:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">[...] <strong></strong>Vorratsdatenspeicherung: Hier soll die Nutzung der Daten k&#252;nftig nur bei schwerwiegenden Gefahrensituationen m&#246;glich sein. [...]</span></p></blockquote>
<p>Wenn man mal Absicht unterstellt, erkannt man, dass die Leser der Printausgabe mit Halbwahrheiten gef&#252;ttert werden. Diese Leser, die sich vielleicht &#252;berwiegend aus der Zeitung informieren, sind eher die W&#228;hler der gro&#223;en Volksparteien. Wer sich online informiert, zumeist J&#252;ngere und Gebildete, den kann man nicht so schnell manipulieren. Denn im Netz herrscht noch Meinungsvielfalt. In jedem besseren <a title="netzpolitik.org: Schwarz-Gelb einig bei Innenpolitik?" href="http://www.netzpolitik.org/2009/schwarz-gelb-einig-bei-innenpolitik/" target="_blank">Blog</a> oder Forum kann man die Fakten erfahren. Nur bei der RP mit mehr als 1 Mio. Lesern nicht? Selbst die <a title="Tagesschau: Union und FDP einig bei Sicherheitspolitik" href="http://www.tagesschau.de/inland/koalitionsverhandlungen150.html" target="_blank">Tagesschau</a>, um nur ein Beispiel zu nennen, hat sich an die Fakten gehalten.</p>
<p>Vielleicht leidet die Printversion der RP jedoch nur an schlechtem Journalismus. Einer der heutigen Autoren war jedenfalls auch bei den Web-Sperren sehr <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/04/18/rheinsche-post-zu-den-web-sperren/" target="_blank">nachl&#228;ssig bei der Berichterstattung</a>. Wie Studien zeigen, sind Journalisten leider immer h&#228;ufiger <a title="Journalistik Journal: Eine Minute f&#252;r den Quellencheck" href="http://journalistik-journal.lookingintomedia.com/?p=397" target="_blank">Sprachrohre reiner PR anstatt auf eigene Recherchen zu setzen</a>.</p>
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		<title>Rheinische Post meint: Piratenpartei &#8211; Politik findet nicht statt</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 11:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag, zwei Tage vor der Bundestagswahl, hat die Rheinische Post (RP) wieder einmal ihr wahres propagandistisches Gesicht gezeigt. Auf der Titelseite der Printausgabe wurde die aktuelle Terrorgefahr heraufbeschworen, wohl um die W&#228;hler daran zu erinnern, dass uns nur eine schwarze Regierung sch&#252;tzen kann. Dann, auf den beiden Politik-Seiten, war Angela Merkel allgegenw&#228;rtig. Zwischen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, zwei Tage vor der Bundestagswahl, hat die <a title="RP" href="http://www.rheinische-post.de" target="_blank">Rheinische Post</a> (RP) wieder einmal ihr wahres propagandistisches Gesicht gezeigt. Auf der Titelseite der Printausgabe wurde die aktuelle <strong>Terrorgefahr</strong> heraufbeschworen, wohl um die W&#228;hler daran zu erinnern, dass uns nur eine schwarze Regierung sch&#252;tzen kann. Dann, auf den beiden Politik-Seiten, war <strong>Angela Merkel</strong> allgegenw&#228;rtig. Zwischen den <strong>Pro-CDU</strong>-Artikeln hatte sich jedoch zu meiner &#220;berraschung ein kurzer Beitrag &#252;ber die <strong>Piratenpartei</strong> geschlichen.</p>
<p>Was ich da von einem Sebastian Peters unter dem Titel &#8220;<a title="Rheinische Post" href="http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Piratenpartei-Politik-findet-nicht-statt/52981" target="_blank"><strong>Piratenpartei &#8211; Politik findet nicht statt</strong></a>&#8221; lesen musste, war jedoch alles andere als erfreulich. Herr Peters spricht der Piratenpartei jegliche Politikf&#228;higkeit ab. Seine Meinung hat Herr Peters vor allem auf Grundlage eines Besuchs bei einem der Stammtische gefasst. Daraus aber Allgemeinheiten abzuleiten &#252;ber die gesamt Partei und die Menschen, die dort etwas bewirken wollen, ist gelinge gesagt abenteuerlich.</p>
<p>Gehen wir aber der Reihe nach mit ein paar Zitaten aus dem Artikel:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">Ein Besuch beim Mittwochs-Stammtisch [...] offenbart: Alles dreht sich ums Internet, wenig aber um politische Fragen.</span></p></blockquote>
<p>Dieser Satz aus dem 1. Abschnitt trifft direkt den Kern der Meinung des &#8220;Qualit&#228;tsjournalisten&#8221; der RP. Weil ein paar Jungs beim Stammtisch &#252;ber sichere E-Mail sprechen, spielt Politik keine Rolle.</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">An ihnen <em>[den Stammtischen, Anmerkung des Autors</em>] sitzen vorwiegend M&#228;nner zwischen 20 und 30, die die Leidenschaft f&#252;rs Internet entdeckt haben.</span></p></blockquote>
<p>Wow! Wir haben die Leidenschaft f&#252;rs Internet entdeckt und sind deshalb in die Piratenpartei eingetreten. Herr Peters, wir (die Piraten) entdecken nicht gerade die Leidenschaft f&#252;rs Internet, <strong>wir nutzen das Internet</strong> zur Kommunikation, zur Information, zum freien Meinungsaustausch, zur Weiterbildung, zur politischen Willensbildung, zum Kulturaustausch, f&#252;r Finanztransaktionen und auch zur Unterhaltung. Und das seit Jahren! Und weil die etablierten Politiker schon die Offline-Welt mit ihren wirtschaftlichen Interessen und ihren &#8220;Sicherheitsgesetzen&#8221; im W&#252;rgegriff haben und nun auch das Internet in ihre Gewalt bringen wollen, ist das Fass &#252;bergelaufen. Jetzt ist es an der Zeit, eine neue Politik zu machen.</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">In der Rubrik &#8220;Unsere Ziele&#8221; hei&#223;t es [...]: Die Piratenpartei hat derzeit zu vielen Themengebieten noch keine Position.&#8221;</span></p></blockquote>
<p>Ja, dieser Satz stand einmal dort auf der Webseite. Jetzt nicht mehr. Wie lange schon nicht mehr, wei&#223; ich nicht. Statt aber auf die Themen, die auf &#8220;<a title="Piratenpartei" href="http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele" target="_blank">Unsere Ziele</a>&#8221; erl&#228;utert werden, einzugehen, hat der RP-Journalist nur das im Auge, was derzeit noch nicht abgedeckt ist. Das nenne ich Qualit&#228;tsjournalismus, wie er von den gro&#223;en Verlagen derzeit vehement verteidigt und als Begr&#252;ndung f&#252;r demn&#228;chst kostenpflichtige Internet-Angebote herangezogen wird.</p>
<p>Im &#252;brigen sehe ich die eingegrenzte Themenauswahl nicht so kritisch. Statt von einer Partei mit vermeintlich allen Kompetenzen sollte dieses Land vielleicht mal von den besten K&#246;pfen aus verschiedenen politischen Lagern regiert werden. Dieses Recht-Links-Mitte Gebahren geht mir langsam auf die Nerven. Kompetenz spielt jedenfalls immer weniger eine Rolle bei unseren Politikern, sieht man sich einmal die Besetzung der Posten in der Regierung und in den Parteien an. Ein Innenminister, der wirklich das Grundgesetz achtet, w&#228;re schon eine Revolution. Leichtmatrosen haben wir an der Spitze des Landes zur Gen&#252;ge, jetzt ist die Zeit reif f&#252;r echte Piraten.</p>
<p>Am Ende des Artikels darf nat&#252;rlich nicht fehlen, auf die Probleme mit J&#246;rg Tauss aufmerksam zu machen. Wie viele angeklagte oder gar verurteilte Mitglieder haben die anderen Parteien, ganz zu schweigen von Ministerpr&#228;sidenten?</p>
<p>An dieser Stelle sei noch einmal auf den Beitrag &#8220;<a title="11 Richtigstellungen zur Piratenpartei" href="http://www.geekin.de/index.php?p=246" target="_blank">11 Richtigstellungen zur Piratenpartei</a>&#8221; bei geekin.de hingewiesen. Auch ein Blick ins <a title="Piratenpartei" href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlprogramm" target="_blank">Wahlprogramm</a> der Piraten h&#228;tte dem RP-Journalisten gut getan. Die drei Kernpunkte zusammengefasst:</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Staat:</span> Transparenz des Staates und mehr direkte Demokratie</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Freiheit:</span> St&#228;rkung der Grund- und B&#252;rgerrechte und Datenschutz</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Wissen und Bildung:</span> Freier Zugang zu Bildung und ungehinderter Austausch von Wissen</li>
</ul>
<p>So einseitig finde ich das nicht, zumal die Politik nicht alles in unserem Leben diktieren sollte. Die Wirtschaft funktioniert jedenfalls auch ohne Parteien und P&#246;stchen. Und was nutzen die tollsten aufgebl&#228;hten Programme, wenn am Ende nichts dabei herum kommt?</p>
<p>Daher: <a title="Piratenpartei" href="http://klarmachen-zum-aendern.de" target="_blank">Klarmachen zum &#196;ndern!</a></p>
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		<title>&#220;ber die Ziele der Piratenpartei</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2009/07/04/ueber-die-ziele-der-piratenpartei/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 12:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
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Heute morgen erschien in meiner Tageszeitung, der Rheinischen Post (RP), ein Artikel zu den Zielen der Piratenpartei. Leider ist man es ja von der RP gewohnt, bei politischen Ansichten sehr nah an der CDU und damit wenig unabh&#228;ngig zu sein. Und auch in diesem Artikel vermisse ich eine halbwegs fundierte journalistische Auseinandersetzung mit dem Thema.
In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele"><img class="alignnone size-full wp-image-649" title="piraten_slogans_5" src="http://www.kruedewagen.de/blog/wp-content/uploads/piraten_slogans_5.png" alt="piraten_slogans_5" width="468" height="60" /></a></p>
<p>Heute morgen erschien in meiner Tageszeitung, der <strong>Rheinischen Post</strong> (RP), ein <a title="Piratenpartei will f&#252;nf Prozent bei Wahl" href="http://www.rp-online.de/public/article/politik/deutschland/728128/Piratenpartei-will-fuenf-Prozent-bei-Wahl.html" target="_blank">Artikel zu den Zielen der Piratenpartei</a>. Leider ist man es ja von der RP gewohnt, bei politischen Ansichten sehr nah an der CDU und damit wenig unabh&#228;ngig zu sein. Und auch in diesem Artikel vermisse ich eine halbwegs fundierte journalistische Auseinandersetzung mit dem Thema.</p>
<p>In dem RP-Artikel wird recht kurz eine neue politische Partei vorgestellt; die Ziele werden dann jedoch auf ein einziges reduziert, n&#228;mlich das kostenlose Herunterladen urheberrechtlich gesch&#252;tzter Inhalte aus dem Internet. Dass die Piratenpartei vor allem f&#252;r den <strong>Schutz der B&#252;rgerrechte</strong> und den <strong>Erhalt der Freiheit im Netz</strong> mit all seinen Facetten einsteht, das wird nicht oder nur am Rande erw&#228;hnt. Die Ziele gehen weit &#252;ber kostenlose Downloads hinaus. Stattdessen pickt man sich gerade das Ziel heraus, das zweifelsohne am meisten mit geltendem Recht und den etablierten <strong>Lobbygruppen</strong> kollidiert. Die Piratenpartei wird in die Ecke der Rechtsverletzung gedr&#228;ngt. Na gut, zumindest am Ende des Artikels wird geschildert, dass die Piraten in Sachen Urheberrechte durchaus prominente Unterst&#252;tzung unter den Experten haben. Alles in allem also ein Artikel, der wenig &#252;ber die Ziele der Piraten aussagt.</p>
<p>Wollen wir uns doch mal wirklich mit den <a title="Ziele der Piratenpartei" href="http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele" target="_blank">Zielen der Piratenpartei</a> bzw. dem damit verbundenen <a title="Parteiprogramm Piraten NRW" href="http://wiki.piratenpartei.de/NRW-Web:Parteiprogramm" target="_blank">Parteiprogramm</a> besch&#228;ftigen. M&#246;gen diese Ziele auf den ersten Blick zwar <strong>vornehmlich auf das Internet</strong> bezogen sein, wird man bei genauerer Betrachtung feststellen, dass viele Themen <strong>&#252;bergreifend</strong> sind und unser allt&#228;gliches Leben und den Fortschritt einer modernen Wissensgesellschaft betreffen. Im folgenden m&#246;chte ich meine pers&#246;nliche Sichtweise der Kernpunkte wiedergeben, die sich zumeist mit den Ansichten der Partei decken, wie ich meine.</p>
<p>Fangen wir mit dem oben erw&#228;hnten <strong>Urheberrecht</strong> an. Hier geht es darum, dass wir das geltende Modell der Rechteverwertung urheberrechtlich gesch&#252;tzter Werke (Musik, Filme, Kunst, Literatur, etc.) an die neuen gesellschaftlichen Umst&#228;nde anpassen, die aus dem grenzenlosen Internet und der politisch gewollten Globalisierung entstanden sind. Die regierende Politik m&#246;chte genau das Gegenteil, n&#228;mlich das Recht immer mehr an ein altes Gesch&#228;fts- und Verg&#252;tungsmodell anpassen, welches die Menschen aber so nicht mehr verstehen und annehmen. Getrieben oder gar unterwandert wird die Politik dabei durch die verschiedenen <strong>Lobbygruppen</strong> der Medien-Industrie. <a title="Millionenstrafe im US-Filesharing-Prozess" href="http://www.heise.de/ct/Millionenstrafe-im-US-Filesharing-Prozess--/news/meldung/140751" target="_blank">Abmahnungen und Strafen</a>, z.B. bei Musikdownloads, zeigen doch, dass hier etwas nicht mehr stimmt. Statt also zunehmend die Massen zu kriminalisieren und <a title="Internetsperren gegen Urheberrechtsverletzer auch f&#252;r Deutschland?" href="http://www.heise.de/newsticker/Internetsperren-gegen-Urheberrechtsverletzer-auch-fuer-Deutschland-Update--/meldung/141084" target="_blank">mit Repressalien zu drohen</a>, sollte man das Urheberrecht &#252;berdenken. Wie das im einzelnen aussehen sollte, ob z.B. durch eine <a title="Eine Kultur-Flatrate f&#252;r Filesharing und das Interesse der K&#252;nstler" href="http://www.heise.de/ct/Eine-Kultur-Flatrate-fuer-Filesharing-und-das-Interesse-der-Kuenstler--/news/meldung/135735" target="_blank">Kulturflatrate</a> oder durch eine v&#246;llige und kostenlose Freigabe, zumindest im privaten Gebrauch, dar&#252;ber lie&#223;e sich konstruktiv streiten. Am Ende m&#252;ssen aber die <strong>Interessen der Verbraucher</strong> und K&#252;nstler viel st&#228;rker beachtet werden.</p>
<p>Die Piratenpartei besch&#228;ftigt sich vor allem mit <strong>B&#252;rgerrechten</strong>, <strong>Datenschutz</strong> und <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationelle_Selbstbestimmung" target="_blank">Informationeller Selbstbestimmung</a>. Gerade in Bezug auf Urheberrechte und <a title="Kr&#252;dewagen Blog" href="http://www.kruedewagen.de/blog/tag/web-sperren/" target="_blank">Web-Sperren</a> zeigt sich, dass die Aussagen vieler Politiker, das <a title="CDU und CSU wollen Rechtsverletzungen im Netz &quot;effektiv unterbinden&quot;" href="http://www.heise.de/newsticker/CDU-und-CSU-wollen-Rechtsverletzungen-im-Netz-effektiv-unterbinden--/meldung/141240" target="_blank">Internet sei ein rechtsfreier Raum</a>, v&#246;lliger Unsinn sind. <strong>Recht und Gesetz gelten auch im Netz</strong>, werden sogar dort oft repressiver durchgesetzt als im &#8220;realen Leben&#8221;, <a title="Verglichen mit dem Netz ist das Leben ein rechtsfreier Raum" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30569/1.html" target="_blank">wie bei Telepolis sch&#246;n zu lesen ist</a>. Das liegt haupts&#228;chlich daran, dass nicht nur massenhafte Rechtsverletzungen einfacher &#252;ber ein globales Medium m&#246;glich sind, sondern auch deren Verfolgung mittels fl&#228;chendeckender oder gezielter <strong>&#220;berwachung und Kontrolle der B&#252;rger</strong>. Auch daf&#252;r brauchen wir eine Piratenpartei, denn das Internet soll kein <a title="Tauss: &quot;Wir brauchen Piraten in allen Parteien&quot;" href="http://www.heise.de/newsticker/Tauss-Wir-brauchen-Piraten-in-allen-Parteien--/meldung/140825" target="_blank">b&#252;rgerrechtsfreier Raum</a> werden.</p>
<p>Eine bundesweite Suche nach illegalen Downloads im Netz w&#228;re heute schon aufgrund der vielen neuen Gesetze (Vorratsdatenspeicherung, BKA-Gesetz, etc.) theoretisch und praktisch machbar. Das w&#228;re vergleichbar mit der fl&#228;chendeckenden Installation und Auswertung von &#220;berwachungskameras <strong>in jeder Wohnung, auf jedem Schulhof und in jeder Kneipe</strong>. Nur w&#252;rde das einen Sturm der Entr&#252;stung nach sich ziehen. Im Netz allerdings sind solche Ma&#223;nahmen vom Gesetzgeber vorgesehen und werden schon gegen die B&#252;rger eingesetzt. Die Entr&#252;stung h&#228;lt sich dabei aber in Grenzen. Und dabei hat z.B. die Vorratsdatenspeicherung massive Auswirkungen auch im realen Leben, siehe &#8220;<a title="Heise" href="http://www.heise.de/newsticker/Gutachter-Vorratsdatenspeicherung-bringt-nahezu-lueckenlose-raeumliche-Ueberwachung--/meldung/141192" target="_blank">Vorratsdatenspeicherung bringt nahezu l&#252;ckenlose r&#228;umliche &#220;berwachung</a>&#8220;. Dass der Staat die Einschr&#228;nkung der Grundrechte billigend in Kauf nimmt, ist erschreckend und zeigte j&#252;ngst eine <a title="Grundsatzdebatte im Bundestag &#252;ber Achtung der Grundrechte" href="http://www.heise.de/newsticker/Grundsatzdebatte-im-Bundestag-ueber-Achtung-der-Grundrechte--/meldung/141526" target="_blank">Grundsatzdebatte im Bundestag</a>. Die Piratenpartei unterst&#252;tzt viele Aktionen, <a title="Demo-Aufruf “Freiheit statt Angst”, Berlin, 12. September" href="http://netzpolitik.org/2009/demo-aufruf-freiheit-statt-angst-berlin-12-september/" target="_blank">wie z.B. Demos</a>, um auf diese Missst&#228;nde aufmerksam zu machen.</p>
<p>Beim Thema <strong>Patentwesen</strong> wollen die Piraten vor allem <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Softwarepatente" target="_blank">Softwarepatente</a> verhindern, die ein starkes Hemmnis f&#252;r Innovationen in der Informationstechnologie sind. Am Beispiel der aktuellen <a title="Keine obligatorischen Audio- und Videocodecs in HTML 5" href="http://www.heise.de/netze/Keine-obligatorischen-Audio-und-Videocodecs-in-HTML-5--/news/meldung/141502" target="_blank">Diskussion um die Aufnahme eines Audio- und Videocodecs in den HTML-5-Standard</a> zeigt sich, dass patentierte und lizenzierte Verfahren Innovationen und offene Standards verhindern. Patente und Lizenzgeb&#252;hren spielen aber auch eine besondere gesellschaftliche Rolle in Medizin, Pharmazie und Landwirtschaft. Sie beg&#252;nstigen Monopole und geschlossene M&#228;rkte und verhindern einen Fortschritt, an dem alle teilhaben k&#246;nnten und sollten.</p>
<p>Nicht zuletzt widmet sich die Piratenpartei den Themen <strong>Open Access</strong> und <strong>Transparenz</strong>. Bei <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Access" target="_blank">Open Access</a> geht es darum, den B&#252;rgern freien Zugriff auf allgemeine und wissenschaftliche Informationen im Internet zu gew&#228;hren. Beispiel: Im wissenschaftlichen Bereich sollte es Pflicht werden, die mit <strong>&#246;ffentlichen Geldern</strong> gef&#246;rderten Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zur Verf&#252;gung zu stellen. Das ist heute durchaus nicht &#252;blich. Denn wieso soll der Einzelne nicht die Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung begutachten oder sogar nutzen k&#246;nnen, die er selbst &#252;ber Steuern finanziert hat ? <strong>Nutzungsrechte</strong> &#252;ber freie Lizenzen, &#228;hnlich dem Open-Source-Modell, sollten einger&#228;umt werden.</p>
<p>Das <a title="Parteiprogramm Piraten NRW" href="http://wiki.piratenpartei.de/NRW-Web:Parteiprogramm" target="_blank">Programm der Piraten</a> geht auf noch mehr Punkte ein, die ich hier nicht alle wiedergeben m&#246;chte. Wie man sieht, ist das Programm der Piraten also alles andere als auf freien Download von Musik beschr&#228;nkt, wie uns die Mainstream-Presse weismachen will. Vielleicht werden sich die etablierten Parteien noch <a title="&quot;Sie werden sich w&#252;nschen, wir w&#228;ren politikverdrossen&quot;" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,632598,00.html">w&#252;nschen, die Netzgemeinschaft w&#228;re politikverdrossen</a>. Der <a title="Tagesschau: Netzrauschen" href="http://www.tagesschau.de/inland/ardwahlsendungen100.html" target="_blank">Wahlkampf im Netz</a> hat begonnen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nachtrag:</strong></span></p>
<p>Am Wochenende tagte die Piratenpartei, um das Programm und den (Enter-)Kurs f&#252;r die Bundestagswahl abzustimmen. Siehe Berichte dazu hei <a title="Piratenpartei legt Kurs f&#252;r Bundestagswahl fest" href="http://www.heise.de/newsticker/Piratenpartei-legt-Kurs-fuer-Bundestagswahl-fest--/meldung/141599" target="_blank">Heise</a>, <a title="Piratenpartei will den Bundestag entern" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,634228,00.html" target="_blank">Spiegel Netzwelt</a> und <a title="Tagesschau" href="http://www.tagesschau.de/inland/piratenpartei126.html" target="_blank">Tagesschau</a>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Nachtrag 2</strong></span> (07. Juli 2009):</p>
<p>Eine sch&#246;ne Zusammenfassung des beschlossenen Fahrplans der Piraten gibt es bei <a title="Piratenpartei tritt f&#252;r digitale Freiheit ein" href="http://www.heise.de/newsticker/Piratenpartei-tritt-fuer-digitale-Freiheit-ein--/meldung/141649" target="_blank">Heise</a>.</p>
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		<title>Rheinsche Post zu den Web-Sperren</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 13:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bürgerrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Computer & Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>
		<category><![CDATA[Web-Sperren]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich heute Morgen die Rheinische Post (RP) aufschlug, ahnte ich bereits, dass zum Thema Web-Sperren wieder einmal unkritische Berichterstattung zu erwarten war. Die Rheinische Post f&#228;hrt als eine der gr&#246;&#223;ten deutschen regionalen Tageszeitungen (Auflage ca. 500.00) einen sehr regierungsfreundlichen Kurs. Das missf&#228;llt mir schon l&#228;nger, bin ich doch der Meinung, das gerade der freie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich heute Morgen die <a title="RP" href="http://www.rp-online.de/" target="_blank">Rheinische Post</a> (RP) aufschlug, ahnte ich bereits, dass zum Thema <a title="Web-Sperren" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/04/17/geheimer-vertrag-zu-geheimen-web-sperren-unterzeichnet/" target="_blank">Web-Sperren</a> wieder einmal <strong>unkritische Berichterstattung</strong> zu erwarten war. Die Rheinische Post f&#228;hrt als eine der gr&#246;&#223;ten deutschen regionalen Tageszeitungen (Auflage ca. 500.00) einen sehr <strong>regierungsfreundlichen</strong> Kurs. Das missf&#228;llt mir schon l&#228;nger, bin ich doch der Meinung, das gerade der freie Journalismus mehr Aufgaben hat, als die Beschl&#252;sse der Regierung zu rechtfertigen. Kritische Stimmen z.B. zum Abbau der B&#252;rgerrechte der letzten Jahre (die auch und gerade Journalisten betreffen), findet man in der RP nur extrem selten. So kann ich mich erinnern, dass z.B. das BVerfG-Urteil zu den <a title="Wahlcomputer" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/03/03/verwendung-von-wahlcomputern-verfassungswidrig/" target="_blank">Wahlcomputern</a> nur mit einer sehr kleinen Randnotiz erw&#228;hnt wurde.</p>
<p>Nun, da fand ich also heute den <a title="Kinder sch&#252;tzen" href="http://nachrichten.rp-online.de/article/leitartikel/Kinder-schuetzen/36520" target="_blank">Kommentar &#8220;Kinder sch&#252;tzen&#8221;</a> von einer Eva Quadbeck. Dort hei&#223;t es ganz zu Anfang, ich zitiere:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;"><strong>Am Ende z&#228;hlte das Argument: Wenn durch das Sperren von Internet-Seiten auch nur ein Fall von sexuellem Missbrauch von einem Kind verhindert werden kann, dann lohnt sich das Ganze. Die gro&#223;e Mehrheit der deutschen Internet-Provider, die sich durchrang, die freiwillige Vereinbarung zu unterzeichnen, ist zu begl&#252;ckw&#252;nschen. [...]</strong></span></p></blockquote>
<p>Alleine der erste Satz sagt schon alles. Ich will es mal der Frau Quadbeck erkl&#228;ren: <strong>Die Sperren verhindern nicht den sexuellen Missbrauch von Kindern</strong> [<a title="Zensur nimmt Formen an" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2009/03/29/zensur-im-internet-nimmt-formen-an/" target="_blank">1</a>].  Maximal k&#246;nnten die Sperren verhindern, dass man sich den Vorgang des Missbrauchs <strong>ansehen</strong> kann. Und um nur einen Fall zu verhindern, wird meines Erachtens nicht das Einrichten einer sinnlosen Zensur gerechtfertigt. Schon gar nicht einer Zensur <strong>ohne rechtsstaatliche Grundlage mit offenkundig verfassungsfeindlichem Charakter</strong>. Dieser Kommentar ist einer namhaften Tageszeitung nicht w&#252;rdig, zeugt er doch von einer naiven Weltanschauung und einseitiger Meinungsmache. Wie w&#228;re es denn, wenn man alle M&#228;nner pr&#228;ventiv kastrieren w&#252;rde ? Denn damit h&#228;tte man doch sicherlich mehr als nur einen Fall von Kindesmisshandlung verhindert, oder ? Wo h&#246;rt die Rechtfertigungsgrenze auf ? Meiner Meinung ganz klar da, wo das Grundgesetz beginnt, welches ganz bewusst gegen staatliche Willk&#252;r aufgestellt wurde. Oder anders gesagt: Um Unrecht zu verhindern, darf man nicht st&#228;ndig Rechte abbauen.</p>
<p>Wenn Frau Quadbeck wenigstens die andere Seite der Medaille betrachtet und angemahnt h&#228;tte, dass diese Web-Sprerren ganz genau beobachtet werden m&#252;ssen. Dass die Liste keineswegs nur vom BKA erstellt und kontrolliert werden darf. Und dass zuk&#252;nftig auf keinen Fall eine allgemeine Zensur unliebsamer Inhalte erfolgen darf. Dann h&#228;tte ich zumindest die Meinung tolerieren k&#246;nnen. Aber so liest sich der Kommentar wie die Rechtfertigung der L&#252;gen aus einer PR-Sitzung von <a title="Zensursula" href="http://www.ccc.de/updates/2009/besucht-zensursula" target="_blank">Zensursula</a> pers&#246;nlich.</p>
<p>Der <a title="RP" href="http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Sperre-fuer-Kinderporno-Seiten/36524" target="_blank">Haupartikel in der RP</a> berichtet dann von der Vertragsunterzeichnung und immerhin ein wenig &#252;ber die Demo. Aber auch hier kommt eine kritische Gegenmeinung nicht zum Zuge. Ganz im Gegenteil, beginnt der Artikel doch mit einem Totschlagargument von Zensursula pers&#246;nlich, ich zitiere:</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;"><strong>Bilder von Kindern, die vor laufender Kamera vergewaltigt werden, sollen k&#252;nftig deutlich schwerer &#252;bers Internet zug&#228;nglich sein. [...]<br />
</strong></span></p></blockquote>
<p>Tja, da f&#228;llt es einem wirklich schwer, jemandem vom Unsinn oder gar von der Gefahr zu &#252;berzeugen, die da gerade &#252;ber die deutsche Internet-Szene hereinbricht. Hoffen wir, dass es  noch kritischere Stimmen als die von der Rheinische Post gibt.</p>
<p>Und weiter geht&#8217;s in dem Artikel:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #800000;">[...]  Sie ist &#252;berzeugt, t&#228;glich rund 300 000 bis 450 000 Aufrufe kinderpornografischer Seiten unterbinden zu k&#246;nnen: &#8220;Wir wissen aus Umfragen, dass rund 80 Prozent der Internet-Nutzer solche Sperren nicht umgehen k&#246;nnen.&#8221; Mit dem Blockieren einschl&#228;giger Seiten lie&#223;en sich Gelegenheitsnutzer abschrecken. [...]</span></strong></p></blockquote>
<p>Aha, man will also nicht diejenigen fassen, die willentlich solche Inhalte konsumieren oder gar ins Netz stellen, sondern den Gelegenheitsnutzer, der per Zufall und meist &#252;ber SPAM auf die Seiten gelangt (wie schon an anderer Stelle gesagt, ist mir das in fast 20 Jahren noch nie passiert). Die Zahlen lassen fast vermuten, das 80% aller Internetnutzer gelegentlich Kinderpornos im Internet anschauen, da 80% die Sperren nicht umgehen k&#246;nnen. Und die RP &#252;bernimmt ungefragt die Zahl der vermeintlichen Aufrufe. Ein weiteres Blendwerk. Denn diese Zahl beruht auf einer Hochrechnung norwegischer Zahlen und bezieht sich auf die dort eingerichtete Liste von mehreren Tausend Webseiten, von denen aber erwiesenerma&#223;en die wenigsten &#252;berhaupt Kinderpornos enthalten [<a title="mogis.wordpress.com/" href="http://mogis.wordpress.com/2009/04/15/dpa-pressemitteilung/" target="_blank">2</a>].</p>
<p>Weiter im Artikel:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color: #800000;">[...] </span></strong><strong><span style="color: #800000;">Der Chef des Bundeskriminalamts, J&#246;rg Ziercke, </span></strong><strong><span style="color: #800000;">[...]</span></strong><strong><span style="color: #800000;"> r&#228;umte ein, dass die 15 bis 20 Prozent der Intensiv-Nutzer die Sperren umgehen k&#246;nnten.</span></strong><strong><span style="color: #800000;">[...]</span></strong></p></blockquote>
<p>15-20 % von was ? Auch hier wird suggeriert, dass 15-20% der Internet-Nutzer intensiv Kinderpornos konsumieren. Welch eine Frechheit. Man sieht, dass allein das <a title="netzpolitik.org" href="http://netzpolitik.org/2009/zahlenspiele-des-familienministeriums/" target="_blank">Spiel mit den Zahlen</a> jedem normalen B&#252;rger klar machen soll, dass hier dringend gehandelt werden muss. Und dass das Richtige getan wird. So funktioniert moderner Journalismus also.</p>
<p>An dieser Stelle sei allen RP-Journalisten einmal die Lekt&#252;re des Heise-Artikels &#8220;<a title="Heise" href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867" target="_blank">Verschleierungstaktik</a>&#8221; ans Herz gelegt. Vielleicht werden die n&#228;chsten RP-Ausgaben dann mehr als ein Regierungsblatt.</p>
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		<title>Datenschutz und Sicherheit: Interview mit Wolfgang Sch&#228;uble</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2006/12/23/datenschutz-und-sicherheit-interview-mit-wolfgang-schauble/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Dec 2006 18:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinische Post]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Erg&#228;nzend zu meinem Blog-Beitrag vom 23.12.2006 zum Thema &#220;berwachungsstaat kann man noch ein Interview mit unserem Innenminister Wolfgang Sch&#228;uble erw&#228;hnen, siehe Streit ist nicht schlecht &#124; RP Online.
Hier werden wieder Parallelen hergestellt (auch von der RP), die v&#246;llig irref&#252;hrend und unzutreffend sind. Wer z.B. die Datenpreisgabe an Supermarktkassen mittels Kundenkarte als Begr&#252;ndung her nimmt, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erg&#228;nzend zu meinem <a title="&#220;berwachungsstaat" href="/blog/2006/12/23/auf-dem-weg-in-den-uberwachungsstaat/" target="_blank">Blog-Beitrag</a> vom 23.12.2006 zum Thema &#220;berwachungsstaat kann man noch ein Interview mit unserem Innenminister Wolfgang Sch&#228;uble erw&#228;hnen, siehe <a title="Sch&#228;uble Interview" href="http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutschland/390128" target="_blank">Streit ist nicht schlecht | RP Online</a>.</p>
<p>Hier werden wieder Parallelen hergestellt (auch von der RP), die v&#246;llig irref&#252;hrend und unzutreffend sind. Wer z.B. die Datenpreisgabe an Supermarktkassen mittels Kundenkarte als Begr&#252;ndung her nimmt, dass Datenschutz f&#252;r die Menschen kein Thema mehr sei, und damit gar ausufernde &#220;berwachungsma&#223;nahmen rechtfertigen will, der leitet die Menschen in die Irre. Denn an der Supermarktkasse kann ich bei jedem Einkauf frei entscheiden, ob ich meine Daten preisgebe (wenn ich denn &#252;berhaupt eine Kundenkarte habe, was zudem freiwillig ist). Niemand zwingt mich dazu. Staatlich angeordneter &#220;berwachung kann man aber nicht oder nur mit Einschr&#228;nkungen entgehen.</p>
<p>Die Analogie des Herrn Sch&#228;uble mit der Weihnachtsgeschichte ist auch so&#8217;n Ding. Na klar, zur Geburt Jesu fand auch eine Volksz&#228;hlung statt, also warum regen wir uns heute auf ? Wenn mich jedoch nicht alles t&#228;uscht, war die Volksz&#228;hlung vom Alleinherrscher (Kaiser Augustus) befohlen worden, um die Steuereinnahmen zu optimieren. Toller Vergleich mit der Gegenwart.</p>
<p>PS: Ich bin nicht partout gegen eine neue Volksz&#228;hlung. Aber ich bin gegen Bevormundung und Irref&#252;hrung.</p>
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