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	<title>Krüdewagen Blog &#187; vdi nachrichten</title>
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		<title>VDI nachrichten: Vorfahrt f&#252;r die betriebliche Altersvorsorge</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 16:22:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[betriebliche Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Direktversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[vdi nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch der VDI ist sich nicht zu schade, der privaten Finanzwirtschaft eine Plattform f&#252;r unreflektierte Werbung f&#252;r die betriebliche Altersvorsorge zu bieten. In den VDI nachrichten Ausgabe Nr. 42/2011 erschien am 21.10.2011 ein Artikel mit der &#220;berschrift &#8220;Vorfahrt f&#252;r die betriebliche Altersvorsorge&#8221; in einer Rubrik zur Leseraktion &#8220;Professionelle Finanzplanung&#8221;. Dort beschreibt eine private Verm&#246;gensverwaltung die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch der <strong>VDI</strong> ist sich nicht zu schade, der privaten Finanzwirtschaft eine Plattform f&#252;r unreflektierte Werbung f&#252;r die <strong>betriebliche Altersvorsorge</strong> zu bieten. In den VDI nachrichten Ausgabe Nr. 42/2011 erschien am 21.10.2011 ein Artikel mit der &#220;berschrift &#8220;<a title="Finanzplanung: Vorfahrt f&#252;r die betriebliche Altersvorsorge" href="http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Finanzplanung-Vorfahrt-fuer-die-betriebliche-Altersvorsorge/55482/" target="_blank">Vorfahrt f&#252;r die betriebliche Altersvorsorge</a>&#8221; in einer Rubrik zur Leseraktion &#8220;Professionelle Finanzplanung&#8221;. Dort beschreibt eine private Verm&#246;gensverwaltung die Vorz&#252;ge der betrieblichen Altersvorsorge am Beispiel einer Direktversicherung (vor allem nach altem Muster von vor 2005). Gehen wir mal der Reihe nach durch die wichtigsten Zitate aus dem Artikel, wobei ich Namen anonymisiert habe.</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">[...] Deshalb verl&#228;sst er [Anm.: der Coaching-Kunde] sich nicht allein auf die gesetzliche Rentenversicherung, sondern nutzt auch die betriebliche Altersvorsorge. „Vorbildlich!“,lobt Finanzcoach Max Mustermann, Vorstand der ABC Verm&#246;gensverwaltung. [...]</span></p></blockquote>
<p>Nat&#252;rlich vorbildlich aus Sicht der Finanzindustrie. Der VDI nachrichten Leser muss hier genau darauf achten, wessen Interessen bei der Finanzberatung vertreten werden. Es geht darum, die gesetzliche Rente schlecht zu reden und Versicherungsprodukte zu verkaufen, bei denen dann nat&#252;rlich vor allem die Vorteile er&#246;rtert werden.</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">[...] „Die Angebote des Arbeitgebers sollte man immer vorrangig nutzen“, best&#228;tigt Finanzplaner Mustermann. Ein wesentlicher Vorteil liege in der staatlichen F&#246;rderung: In der Sparphase bleiben Beitr&#228;ge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sozialabgaben- und steuerfrei. [...]</span></p></blockquote>
<p>Der Finanzfachmann verliert nat&#252;rlich kein Wort dar&#252;ber, dass bei Auszahlung der betrieblichen Altersvorsorge der <strong>volle Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung</strong> f&#228;llig wird. Das sind derzeit ca. 17.5%, wobei dies nur f&#252;r gesetzlich Versicherte gilt. Von 100.000€ Kapitalauszahlung werden also bei F&#228;lligkeit ca. 17.500€ der Krankenkasse &#252;berwiesen (&#252;ber 10 Jahre gestreckt). Und wie hoch die Beitragss&#228;tze in 30 Jahren sein werden, kann heute niemand sagen. Prima w&#228;re nat&#252;rlich f&#252;r den Verm&#246;gensverwalter, wenn bei der Beratung gleich eine private Krankenversicherung mitverkauft w&#252;rde, um diesem Abzug zu entgehen. Das alles kann man inkl. einem pers&#246;nlichen Rechenbeispiel nachlesen in meinem Beitrag &#8220;<a title="Neues Urteil zu Krankenversicherungsbeitr&#228;gen bei Direktversicherungen" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2010/10/16/neues-urteil-zu-krankenversicherungsbeitraegen-bei-direktversicherungen/" target="_blank">Neues Urteil zu Krankenversicherungsbeitr&#228;gen bei Direktversicherungen</a>&#8220;.</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">[...] Die ausgezahlten Leistungen muss der Rentner daf&#252;r sp&#228;ter versteuern – dann aber h&#228;ufig mit einem geringeren Steuersatz als w&#228;hrend der Berufst&#228;tigkeit mit hohem Arbeitseinkommen. Mustermann: „Dieser Stundungseffekt &#252;berwiegt selbst eventuelle Renditenachteile der betrieblichen gegen&#252;ber privaten Vorsorgeformen.“ [...]<br />
</span></p></blockquote>
<p>Der im Alter vermeintlich g&#252;nstigere Steuersatz ist auch ein beliebtes Argument f&#252;r die steuerlich beg&#252;nstigte Altersvorsorge neueren Datums. Aber wissen wir denn heute, wie hoch in 30 Jahren der pers&#246;nliche Steuersatz sein wird? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich dieser Vorteil im Laufe der n&#228;chsten Jahre in Luft aufl&#246;st, weil der Staat sich das heute &#8220;geschenkte&#8221; Geld in 30 Jahren &#252;ber h&#246;herer Steuern wieder rein holt, ja sogar rein holen muss?</p>
<blockquote><p><span style="color: #800000;">[...] „Klassische Lebensversicherungen haben im vergangenen Jahr im Schnitt 4,3 % Rendite erwirtschaftet. Aber die Direktversicherung rentiert sich auf Grund der F&#246;rderung prinzipiell besser.“</span>  <span style="color: #800000;">[...]</span></p></blockquote>
<p>Die Direktversicherung rentiert sich nach heutiger Sicht nur, wenn man bis zum Ende durchh&#228;lt, die Steuerersparnisse in der Ansparphase konsequent in einen parallel laufenden Sparvertrag einzahlt, man immer am Grenzsteuersatz verdient und in der Ansparphase m&#246;glichst noch Sozialabgaben spart, also unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdient, was f&#252;r Ingenieure eher unwahrscheinlich ist und auch mit &#8220;nahe am Grenzsteuersatz verdienen&#8221; kollidiert. Siehe <a title="Neues Urteil zu Krankenversicherungsbeitr&#228;gen bei Direktversicherungen" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2010/10/16/neues-urteil-zu-krankenversicherungsbeitraegen-bei-direktversicherungen/" target="_blank">o.g. Beitrag</a>. Die Direktversicherung lohnt sich nach heutigem Ermessen meist f&#252;r privat Krankenversicherte. F&#252;r alle anderen lohnt es sich kaum oder gar nicht, ist sogar in vielen F&#228;llen kontraproduktiv, weil man u.U. die eigene gesetzliche Sozialabsicherung schw&#228;cht. Es lohnt sich nat&#252;rlich f&#252;r die Verk&#228;ufer dieser Finanzprodukte. Immer.</p>
<p>Weitere Infos:</p>
<ul>
<li><a title="Neues Urteil zu Krankenversicherungsbeitr&#228;gen bei Direktversicherungen" href="http://www.kruedewagen.de/blog/2010/10/16/neues-urteil-zu-krankenversicherungsbeitraegen-bei-direktversicherungen/" target="_blank">Neues Urteil zu Krankenversicherungsbeitr&#228;gen bei Direktversicherungen</a> (Kr&#252;dewagen Blog)</li>
<li><a title="NachDenkSeiten" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=2542" target="_blank">Betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung ist ein schlechtes Gesch&#228;ft</a> (NachDenkSeiten)</li>
</ul>
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		<title>Paul Kirchhof &#252;ber Willk&#252;r und &#220;berma&#223; im Steuerrecht</title>
		<link>http://www.kruedewagen.de/blog/2010/02/27/paul-kirchhof-ueber-willkuer-und-uebermass-im-steuerrecht/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 15:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politisches]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[vdi nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende 2009 war in der Printausgabe der vdi nachrichten ein hervorragendes Interview mit Paul Kirchhof &#252;ber den Zustand des deutschen Steuerrechts abgedruckt. Der sehr bemerkenswerte Artikel findet sich auch online unter dem Titel &#8220;Willk&#252;r und &#220;berma&#223; verletzen unser Gerechtigkeitsempfinden&#8220;. Was der &#8220;Professor aus Heidelberg&#8221; dort von sich gibt, ist erste Klasse. Mit deutlichen Worten r&#252;gt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende 2009 war in der Printausgabe der <a title="vdi nachrichten" href="http://www.vdi-nachrichten.com/" target="_blank">vdi nachrichten</a> ein hervorragendes Interview mit <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Kirchhof" target="_blank">Paul Kirchhof</a> &#252;ber den Zustand des deutschen Steuerrechts abgedruckt. Der sehr bemerkenswerte Artikel findet sich auch online unter dem Titel &#8220;<a title="vdi nachrichten" href="http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=3&amp;id=45559" target="_blank">Willk&#252;r und &#220;berma&#223; verletzen unser Gerechtigkeitsempfinden</a>&#8220;. Was der &#8220;Professor aus Heidelberg&#8221; dort von sich gibt, ist erste Klasse. Mit deutlichen Worten r&#252;gt er die Ausuferungen und Ungerechtigkeiten im Steuersystem und fordert mehr Freiheit f&#252;r die B&#252;rger durch radikale Vereinfachung und weniger G&#228;ngelung. Ich kann den Ausf&#252;hrungen zu 100% zustimmen und w&#252;nsche mir, dass irgendwann Verstand in die Politik einzieht, um den Steuerwahnsinn zu beenden.</p>
<p>Einige Zitate aus dem <a title="vdi nachrichten" href="http://www.vdi-nachrichten.com/vdi-nachrichten/aktuelle_ausgabe/akt_ausg_detail.asp?cat=3&amp;id=45559" target="_blank">Interview</a> m&#246;chte ich hier anbringen:</p>
<blockquote><p>[...] Es m&#252;ssen wieder einfache Regeln gelten, die jedermann versteht und als  gerecht ansieht. [...]</p>
<p>So viele Gesetze k&#246;nnen weder von den Abgeordneten noch von den B&#252;rgern  verstanden werden. [...]</p>
<p>Die Menschen fangen an, sich nicht mehr an die Regeln zu halten, einfach  weil es zu viele davon gibt. [...]</p>
<p>Ich definiere die Menschen nicht als Trunkenbolde. Ich definiere sie als  freiheitsf&#228;hig. [...]</p>
<p>Ihre Steuererkl&#228;rung anzufertigen, raubt ihnen Jahr f&#252;r Jahr sechs Tage  Freizeit, sechs Tage Freiheit. Wenn wir ihnen nur diese Tage  zur&#252;ckgegeben k&#246;nnten, w&#228;re das schon ein Gewinn. [...]</p></blockquote>
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